Psychische Erektionsstörungen | Ursachen & Behandlung [2020]


Psychische Erektionsstörungen - Ursachen und Behandlung

Erektionsstörungen können psychischer oder organischer Natur sein. Aber woran erkennst du psychische Ursachen? Und wie kannst du diese behandeln?

Bevor wir uns diese Fragen gleich im Detail anschauen, lass uns ein paar Begrifflichkeiten klären:

  • Erektionsstörungen = Unfähigkeit, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu bekommen und diese halten können.
  • Erektile Dysfunktion = Der medizinische Begriff für Erektionsstörungen.
  • Impotenz = Veralteter und umgangssprachlicher Name einer Erektionsstörung.

Los geht’s!

Häufigkeit psychischer Erektionsstörungen

Ein Großteil der Sexualität spielt sich im Kopf ab. Denn dort werden die sexuellen Reize in Nervensignale umgewandelt, um eine Erektion einzuleiten.

  • Das Problem? Verschiedene psychische Faktoren können dazu führen, dass das Signal zum Penis entweder sehr schwach ist oder gar komplett ausbleibt.
  • Die Folge? Eine Erektionsschwäche oder der vollständige Verlust der Erektionsfähigkeit.

Noch vor rund 40 Jahren dachte man, dass mehr als 50% der Fälle auf psychische Ursachen zurückgehen.

Genauere Untersuchungen und Studien haben jedoch drei Dinge gezeigt:

  • #1 Nur rund 10-20% der Erektionsstörungen sind psychisch bedingt. [1]

Die restlichen 80-90% haben organische Ursachen wie beispielsweise Durchblutungsstörungen oder einen Testosteronmangel.

  • #2 Die Häufigkeit psychogener Erektionsprobleme nimmt im Alter ab. [2]

Solltest du unter 40 Jahren alt sein, dann ist die Wahrscheinlichkeit psychischer Ursachen deutlich erhöht im Vergleich zu einem über 60-jährigen Mann.

Dieses Bild darf verwendet werden mit Namensnennung: “Potenz-Tipps.de” + Link zu diesem Artikel.

  • #3 Ein Großteil der Erektionsstörungen sind multifaktoriell bedingt. [3]

Die Entstehung einer Erektion ist ein komplexes Zusammenspiel der Nerven, Blutgefäße und Hormone. Es muss daher ein Großteil des Körpers funktionieren, damit eine Erektion einsetzen kann.

Aus diesem Grund haben Erektionsprobleme meist mehrere Ursachen, die sich gegenseitig aufsummieren.

Das erklärt im Übrigen auch, warum der Penis als Frühwarnsystem für Erkrankungen angesehen wird. Denn oftmals sind Erektionsstörungen lediglich ein frühes Symptom einer anderen zugrundeliegenden Krankheit.

ZUSAMMENFASSUNG:

Rund 10-20% der Erektionsstörungen gehen auf psychische Ursachen zurück. Zudem nimmt die Wahrscheinlichkeit psychogener Auslöser im Alter ab.

Symptome psychogener Erektionsprobleme

Für eine effektive Behandlung ist es elementar wichtig, die dahinterliegende Ursache der Erektionsstörung zu kennen.

Aber woher weißt du, ob deine Potenzprobleme organischer oder psychischer Natur sind?

Die folgenden 3 Faktoren weisen meist auf psychogene Ursachen hin:

  • #1 Die Erektionsstörungen treten sehr plötzlich ein

Wenn noch ein paar Tage oder Wochen zuvor alles problemlos geklappt hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit psychischer Ursachen sehr hoch.

Denn organische Erektionsstörungen entwickeln sich in aller Regel sehr langsam und über einen Zeitraum von mehreren Monaten, Jahren oder gar Jahrzehnten.

Sollte der Verlauf allerdings eher schleichend gewesen sein, dann sind organische Ursachen wahrscheinlicher.

Also wenn beispielsweise die Erektionen bereits mehrere Monate zuvor immer schwächer wurden.

Häufig treten psychische Erektionsstörungen auch nach einem bestimmten Ereignis ein. Das kann eine Entlassung, ein Ehestreit oder auch eine Prüfung sein.

  • #2 Die nächtlichen Erektionen bleiben erhalten

Es gibt unterschiedliche Arten von Erektionen: Spontane und gewollte.

Ein gesunder junger Mann bekommt rund 11 spontane Erektionen tagsüber 3-5 nächtliche Erektionen. [4, 5]

Bei bestehenden Erektionsstörungen ist in der Regel die Anzahl der Erektionen tagsüber stark verringert. Bei organischen Ursachen entfallen auch die nächtlichen Erektionen.

Bei psychischen Gründen ist das anders. Denn da die nächtlichen Erektionen im Unterbewusstsein stattfinden, haben psychische Faktoren keinerlei Auswirkung.

  • Das Problem? Das Eintreten der nächtlichen Erektion merkst du in aller Regel nicht.
  • Die Lösung? Der Briefmarken-Check.

Anstatt eine teure Übernachtung in einem Schlaflabor zu verbringen, können dir auch ein paar Briefmarken weiterhelfen.

Klebe dazu 3 verbundene Briefmarken vor dem Schlafengehen auf den schlaffen Penis entlang des Schafts. Ziehe anschließend vorsichtig eine enge Unterhose darüber.

Da der Penis während einer Erektion sowohl an Länge als auch an Dicke gewinnt, reisen die Verbundstellen zwischen den Briefmarken.

Briefmarken-Check zur Diagnose von psychogenen Erektionsproblemen

Sollten die Briefmarken also am nächsten Morgen voneinander getrennt sein, dann scheint rein organisch alles in Ordnung zu sein.

  • #3 Masturbieren ist möglich, aber kein Geschlechtsverkehr

Bei der Selbstbefriedigung gibt es keinerlei Stressfaktoren. Sollte es also auch dort nicht funktionieren, dann sind organische Ursachen wahrscheinlich.

Wenn allerdings die erektile Dysfunktion ausschließlich vor der Partnerin besteht, dann ist das ein starkes Indiz für psychische Auslöser.

Solltest du während der Masturbation zu Pornos greifen, dann können jedoch auch teilweise neurologische Gründe dahinterstecken. Mehr dazu gleich.

ZUSAMMENFASSUNG:

Psychische Erektionsstörungen äußern sich meist darin, dass sie sehr plötzlich eintreten, die nächtlichen Erektionen nach wie vor stattfinden und die Selbstbefriedigung noch möglich ist.

Ursachen psychogener Erektionsstörungen

Grundsätzlich werden fünf verschiedene Ursachen bei psychischen Erektionsproblemen unterschieden:

Psychische Ursachen von Erektionsstörungen

Lass uns vorne anfangen.

#1 Chronischer Stress

Stress wird nicht umsonst der “Potenzkiller #1” genannt. Denn es hemmt die Potenz in allen Bereichen:

  • Erektionsfähigkeit: Stress führt zur Verengung der Blutgefäße und reduziert damit die Durchblutung zum Penis. [6]
  • Libido: Stress reduziert die sexuelle Lust, indem es die Testosteronproduktion hemmt [7, 8]
  • Fruchtbarkeit: Stress reduziert die Spermienqualität. [9]

Dieser Effekt ist evolutionär bedingt. Denn in intensiven Stressphasen konzentriert sich der Körper einzig und allein auf das Überleben. Die Fortpflanzung ist hier zweitrangig.

Denn was nützt eine Erektion, wenn du auf der Flucht vor einem Säbelzahntiger bist?

In einer solchen Situation sorgt die Ausschüttung von Adrenalin und Cortisol dafür, dass die sexuellen Vorgänge gehemmt werden.

SCHON GEWUSST?

Es besteht kein kausaler Zusammenhang zwischen der sexuellen Lust (“Libido”) und der Erektionsfähigkeit. Du könntest beispielsweise sehr große Lust haben und trotzdem keine Erektion bekommen (und umgekehrt). Diese zwei Faktoren korrelieren lediglich.

Die heutigen Stressfaktoren haben (zum Glück) keine großen Säbelzähne mehr und sind auch in den wenigsten Fällen lebensbedrohlich:

  • Stress im Beruf
  • Rechtsstreitigkeiten
  • Finanzieller Druck
  • Stress in der Schule oder der Universität
  • Familienstreitigkeiten

Das individuelle Stressempfinden ist aber sehr unterschiedlich. Was den einen lähmt, kann den anderen motivieren. Der Schlüssel ist also wie gut du mit Stress umgehen kannst.

Stress als Ursache von Erektionsstörungen

Im Übrigen können auch körperliche Faktoren Stress auslösen. Beispiele davon sind:

  • Verletzungen, die dich einschränken
  • Dauerhafte Schmerzen
  • Körperliche Überlastung (z.B. Übertraining)

Insbesondere wenn die Karriere von der körperlichen Leistungsfähigkeit abhängt, können physische Einschränkungen sehr große Stressfaktoren sein (z.B. Profisportler, Chirurg).

ZUSAMMENFASSUNG:

Psychischer als auch körperlicher Stress kann die Potenz einschränken. Insbesondere bei chronischem Stress kommt es daher häufig zu psychogenen Erektionsstörungen.

>> Erektionsstörungen durch Stress | Ursache & Behandlung

#2 Sorgen und Angststörungen

Auch wenn Stress mit Ängsten und Sorgen stark zusammenhängen, so sind sie nicht das Gleiche:

  • Stress ist eine körperliche Reaktion auf einen externen Reiz. Sobald der Stressfaktor verschwunden ist, lässt auch der empfundene Stress nach.
  • Ängste und Sorgen sind eine mögliche Reaktion auf Stress. Sie bestehen aber auch meist dann, wenn die Stressfaktoren nicht präsent sind und sind oft langfristig.

Hier ein Beispiel:

  • Stress ist das, was du während dem Vorspiel spürst, wenn dein Penis nicht erigiert.
  • Ängste und Sorgen sind das, was du bei bestehenden Erektionsstörungen häufig vor dem Geschlechtsverkehr spürst und was dich auch tagsüber gedanklich beschäftigt.

Am obigen Beispiel erkennst du bereits: Ängste und Sorgen sind selbstgemacht und höchst individuell. Denn andere Männer freuen sich auf den Sex, anstatt sich darüber Sorgen zu machen.

Das Problem? Oftmals reichen einmalige Erektionsprobleme aus, um eine gedankliche Negativspirale auszulösen.

Fragen wie: “Was ist, wenn er wieder nicht funktioniert? Was wird sie über mich denken?”, erzeugen so viel Stress, dass die Erektion häufig ausbleibt. [10]

Gedankliche Negativspirale bei psychogenen Erektionsstörungen

Zudem wird in der deutschen “Leistungsgesellschaft” die Erektionsfähigkeit mit einem Symbol der Männlichkeit angesehen.

Das sorgt für zusätzlichen Leistungsdruck und den damit einhergehenden Sorgen:

  • Sorge, dass der Penis nicht erigiert
  • Sorge darüber, was andere über dich denken könnten
  • Sorge, dass die Partnerin nicht ausreichend befriedigt werden kann
  • Sorge, dass du zu früh kommst (“vorzeitiger Samenerguss”)

Das erkennst du daran, dass du beim Geschlechtsverkehr fast vollständig auf dich selbst fokussiert bist. Deine Partnerin und der Moment selbst werden zur Nebensache.

Weitere mögliche Ursachen sind:

  • Ungeklärte sexuelle Orientierung (hetero- vs. homosexuell)
  • Traumatische sexuelle Erfahrungen (z.B. sexueller Missbrauch im Kindesalter)
  • Religiöse Hemmungen
  • Schamgefühl aufgrund eines kleinen Penis (z.B. Mikropenis)
  • Sexuelle Phobien

ZUSAMMENFASSUNG:

Sorgen und Ängste sind eine häufige Folge einmaliger Erektionsprobleme und können dauerhaft die Erektionsfähigkeit einschränken.

#3 Depressionen

Studien zufolge sollen zwischen 37-95% der Männer mit einer Depression auch unter Erektionsstörungen leiden. [11]

Die große Abweichung geht auf den Schweregrad der Depression zurück: Je stärker sie ausgeprägt ist, desto höher das Risiko einer erektilen Dysfunktion.

Die Auslöser einer Depression können unterschiedlichster Art sein: Von traumatischen Kindheitserlebnissen über einen niedrigen Testosteronspiegel bis hin zum Drogenmissbrauch.

Depressionen führen zu psychischen Erektionsstörungen

Die Folgen sind jedoch sehr ähnlich:

  • Keine Lust auf alltägliche Dinge
  • Gefühl der Leere und Hoffnungslosigkeit
  • Fast vollständiger Libidoverlust
  • Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  • Erektionsstörungen [12]

ZUSAMMENFASSUNG:

Zwischen Depressionen und Erektionsproblemen besteht ein starker Zusammenhang. Je stärker die Ausprägung, desto mehr wird die Erektionsfähigkeit eingeschränkt.

ACHTUNG: Häufig werden Beruhigungsmittel und Antidepressiva zur Behandlung von Depressionen verschrieben. Viele dieser Medikamente können jedoch die Erektionsfähigkeit stark herabsetzen. Mehr Infos findest du hier:

>> Erektionsstörungen durch Medikamente | Liste

#4 Pornografie

Eine sehr neuartige Form von Erektionsstörungen ist die Porno-induzierte Impotenz. Dieser Begriff lässt sich mittlerweile selbst im Glossar von Medizinbüchern finden.

Pornos können auf drei verschiedenen Wegen deine Erektionsfähigkeit reduzieren:

  • 1) Sie formen unrealistische Erwartungen an dich selbst und deine Partnerin.
  • 2) Sie können beim realen Sex zur Überforderung führen, da in Pornos der Fokus meist auf der Befriedigung des Mannes liegt.
  • 3) Sie stumpfen ab, sodass immer größere sexuelle Reize notwendig sind

Eine Studie zeigte, dass rund 27% der Männer mit exzessivem Pornokonsum von Erektionsstörungen berichten. [13]

Pornos machen impotenz

Insbesondere der letzte Punkt soll daran Schuld sein. Denn die ständige Reizüberflutung durch Pornos soll Studien zufolge zu plastischen Änderungen im Gehirn führen. [14]

Denn binnen einer Minute kannst du heutzutage mehr nackte Frauen sehen als deine Vorfahren in ihrem kompletten Leben zu Gesicht bekamen.

Die ersten Anzeichen einer Porno-induzierten Impotenz sind, wenn immer extremere Pornos geschaut werden (müssen), um noch sexuell erregt zu werden.

Beispiele davon sind:

  • Pornos mit Transsexuellen
  • Pornos mit mehreren Geschlechtspartnern
  • Pornos mit Gewalt und Missbrauch

ZUSAMMENFASSUNG:

Übermäßiger Pornokonsum führt zu unrealistischen Erwartungen, Überforderung beim Sex und stumpft ab. Erektionsstörungen sind häufig die Folge. Tiefere Informationen findest du hier:

>> Pornos und Impotenz | Behandlung & Heilbarkeit

#5 Beziehungsprobleme

Erektionsstörungen aufgrund von Beziehungsproblemen sind eine besondere Art von durch Stress ausgelösten Potenzproblemen. Denn sie treten ausschließlich bei der Partnerin auf.

Geschlechtsverkehr mit anderen Frauen ist (in der Theorie) noch möglich.

Häufige Ursachen sind hier:

  • Streitigkeiten und Argumentationen
  • Dauerhafte Unzufriedenheit
  • Starke Schuldgefühle
  • Fehlende Kommunikation
  • Unerfüllter Kinderwunsch
  • Eifersucht
  • Ständige Kritik
  • Krankheit des Partners
  • Abnehmende Zuneigung zueinander

Diese Art von psychogenen Erektionsstörungen setzt in der Regel sehr plötzlich ein und verschwindet ebenso schnell wieder, sobald das Problem gelöst wurde.

ZUSAMMENFASSUNG:

Beziehungsprobleme können die Erektionsfähigkeit sehr abrupt herabsetzen. In aller Regel bestehen sie so lange, bis der zugrundeliegende Konflikt gelöst wurde.

>> Die 19 Ursachen von Erektionsstörungen

Behandlung psychischer Erektionsprobleme

Die gute Nachricht vorweg: Psychische Erektionsprobleme sind fast immer heilbar. Bei organischen Ursachen ist das nicht immer der Fall.

Wie auch bei jeder anderen Erkrankung gilt hier:

Die Ursache bestimmt die Behandlung.

Der erste Schritt ist daher auf Ursachenforschung zu gehen. Selbst wenn es sich um psychische Erektionsstörungen handelt, rate ich dringend einen Arzt aufzusuchen.

Ein Urologe hat nicht nur das entsprechende Fachwissen. Er hat auch die geeigneten medizinischen Geräte, um mögliche organische Ursachen ausschließen zu können.

Vorteile eines Arztbesuchs bei Erektionsstörungen

Zudem hast du 7 Möglichkeiten, die bei allen psychogenen Erektionsproblemen eine Besserung erzielen können.

#1 Stärke dein Selbstvertrauen

Selbstvertrauen bezeichnet das Vertrauen in die eigenen Kräfte und Fähigkeiten.

Und genau das geht meist durch Erektionsstörungen verloren: Du verlierst das Vertrauen in deine Erektionsfähigkeit.

Die gute Nachricht:

Selbstvertrauen ist keine Charakteristik,
sondern eine erlernbare Fähigkeit.
[15]

Du wurdest weder mit einem hohen noch mit einem niedrigen Selbstvertrauen geboren. Das hast du dir lediglich angeeignet.

Und je höher dein Selbstvertrauen ist, desto weniger können sich Stress und andere psychische Faktoren bei dir auswirken.

Hier sind ein paar Methoden, die bei mir einen spürbaren Unterschied gemacht haben:

  • Schreibe jeden Tag deine 3 größten Stärken auf ein Blatt Papier
  • Sei 100% ehrlich mit dir selbst und zu deinen Mitmenschen
  • Stelle dich deinen tiefsten Ängsten
  • Beschäftige dich mehr mit den Dingen, in denen du sehr gut bist
  • Führe ein Tagebuch, in welches du jeden Tag 3 Dinge hineinschreibst, auf die du stolz bist.

Genauso wie ein Profisportler konstant am Trainieren ist, so darfst du an deinem Selbstvertrauen arbeiten.

ZUSAMMENFASSUNG:

Psychogene Erektionsstörungen gehen meist mit einem Verlust des Selbstvertrauens einher. Durch spezifische Übungen kann dieses wiederaufgebaut werden.

#2 Nutze PDE-5-Hemmer

PDE-5-Hemmer ist der Überbegriff für Medikamente wie beispielsweise Viagra, Cialis, Levitra oder Spedra.

In rund 88% der Fälle können diese Tabletten die bestehenden Erektionsprobleme in Luft auflösen. [16] Und zwar indem sie die Durchblutung in den Penis stark erhöhen.

Und ja, das gilt selbst für psychisch bedingte Erektionsstörungen. Es gibt allerdings mehrere Dinge zu beachten:

  • PDE-5-Hemmer sind verschreibungspflichtig

Ohne ein entsprechendes Rezept vom Arzt kommst du also nicht an die Tabletten.

  • PDE-5-Hemmer haben eine Reihe an Nebenwirkungen

Bei über 10% der Nutzer kommt es zu Gesichtsrötungen, Kopfschmerzen, Schwindel, leichten Sehstörungen und einer erhöhten Lichtempfindlichkeit.

  • PDE-5-Hemmer sind teuer

Der durchschnittliche Preis pro Tablette liegt bei rund 15,5 €. Je nach Marke, Dosierung und Packungsgröße können die Preise stark variieren.

Dieses Bild darf verwendet werden mit Namensnennung: “Potenz-Tipps.de” + Link zu diesem Artikel.

  • PDE-5-Hemmer lösen nicht die Ursache

Durch die Einnahme wird lediglich für ein paar Stunden die Durchblutung stark erhöht. Die zugrundeliegende Ursache wird dadurch nicht gelöst.

Und dennoch: Trotz all dieser Nachteile halte ich diese Potenzmittel für eine gute Idee. Denn sie geben dir Gewissheit und helfen damit, dein Selbstvertrauen zu stärken.

Bei vielen Männern reicht es bereits aus, eine solche Tablette in der Hosentasche oder dem Nachttisch zu haben.

Als ich mit Mitte 20 für fast zwei Jahre an Erektionsstörungen litt, hat mir diese Strategie sehr gut geholfen.

Der Effekt ist hier gleich wie bei einem Spickzettel bei einer Prüfung, den man nie benutzt hat. Es gibt Sicherheit.

Zudem erlauben dir diese Medikamente auch bei bestehenden Erektionsproblemen weiterhin mit deiner Partnerin Sex zu haben.

ZUSAMMENFASSUNG:

PDE-5-Hemmer ermöglichen auch bei akuten Erektionsstörungen den Geschlechtsverkehr und helfen zudem das Vertrauen in den eigenen Körper wiederaufzubauen.

>> PDE-5-Hemmer | Wirkungsweise bildlich erklärt

#3 Hole eine Vertrauensperson ins Boot

Falls du derzeit in einer festen Beziehung bist, dann ist die Partnerin hier die beste Wahl.

Denn Untersuchungen zufolge sollen durchschnittlich 21% der Beziehungen aufgrund von Erektionsstörungen zu Bruch gehen. [17]

Ich weiß aus persönlicher Erfahrung wie schwer das einem fallen kann. Denn ich selbst habe fast ein ganzes Jahr gewartet, bevor ich meine damalige Partnerin über meine Erektionsprobleme aufgeklärt habe.

Aber im Nachhinein hätte ich mir gewünscht, ich hätte es früher gemacht.

Mir war gar nicht bewusst wie viele hunderte Kilogramm an Gewicht auf meinen Schultern lagen. Aber als es dann raus war, fühlte ich unglaublich gut.

Klicke hier, falls du meine ganze Geschichte erfahren möchtest.

Zudem ist eine Sache ganz wichtig:

Mache deiner Partnerin klar,
dass es nicht an ihr liegt!

Denn die meisten Frauen fragen sich an der Stelle unterbewusst: “Bin ich nicht attraktiv genug?” – Diese Gedanken kannst du damit im Keim ersticken.

Offene Kommunikation bei einer erektilen Dysfunktion

Hier ein Tipp, den ich aus dem Buch “Der perfekte Liebhaber” habe:

Schlage deiner Partnerin folgenden Deal vor: Du darfst sie für ganze 30 Minuten befriedigen, ohne dass es zum Sex kommt. Es geht also ausschließlich um sie.

Der Clou? Diese Ausgangssituation nimmt sämtlichen Leistungsdruck.

Männer mit bestehenden psychischen Erektionsproblemen können damit häufig dennoch Geschlechtsverkehr haben.

Warum? Sie konzentrieren sich plötzlich auf die Partnerin und sind nicht mehr in ihrer eigenen Gedankenspirale gefangen.

Falls du derzeit keine feste Beziehung hast, dann rate ich deinen besten Freund mit ins Boot zu holen. Stelle sicher, dass du frühzeitig jemandem hast, bei dem du dich ausreden kannst.

Du wirst überrascht sein wie unterstützend gute Freunde hierbei sein können.

Wen auch immer du hierzu einweihst, vermeide dich mit dem Thema zu isolieren. Sich abzukapseln ist hier die schlechteste Wahl.

ZUSAMMENFASSUNG:

Ein Ansprechpartner kann bei bestehenden Erektionsproblemen eine enorme Erleichterung sein. In den meisten Fällen ist die Partnerin und/oder der beste Freund die beste Wahl.

#4 Nutze natürliche Potenzmittel

Natürliche Potenzmittel sind die pflanzliche Alternative zu PDE-5-Hemmern.

Viele davon können zwar ebenfalls die Durchblutung fördern, allerdings ist ihre Wirkung im Vergleich zu Viagra und Cialis deutlich geringer.

Dafür bringen sie eine Reihe weiterer Vorteile:

  • Sie sind deutlich günstiger

Ein Jahresvorrat der meisten natürlichen Potenzmittel kostet lediglich zwischen 15-30 €.

  • Sie haben keine oder sehr geringe Nebenwirkungen

Die allermeisten natürlichen Potenzmittel gehen mit keinen Nebenwirkungen einher. Im Gegenteil: Häufig bringen sie noch zusätzliche gesundheitliche Vorteile.

  • Sie sind rezeptfrei erhältlich

Du kannst 95% aller natürlichen Potenzmittel auch ohne ein ärztliches Rezept bestellen.

  • Sie steigern die Potenz auf mehreren Wegen

Viagra und andere PDE-5-Hemmer steigern ausschließlich die Durchblutung.

Natürliche Potenzmittel können aber auch teilweise das Testosteron steigern, die Libido erhöhen und sogar die Spermienqualität verbessern.

Das mit Abstand beste natürliche Potenzmittel gegen psychische Erektionsstörungen ist hierbei Ashwagandha.

Denn neben der potenzsteigernden Wirkung kann es auch gleichzeitig den Cortisolspiegel um bis zu 30% reduzieren. [18]

Nicht umsonst ist Ashwagandha die #1 in meinem Ranking der Top 10 natürlichen Potenzmittel.

Ich persönliche benutze seit mehr als 4 Jahren dieses Ashwagandha von Amazon.

ZUSAMMENFASSUNG:

Natürliche Potenzmittel können die Potenz auf natürliche Weise erhöhen. Insbesondere Ashwagandha kann gegen psychische Erektionsprobleme besonders gut helfen.

>> Die besten 10 natürlichen Potenzmittel

#5 Verzichte auf Pornos

Wie bereits eingangs erwähnt, sind Erektionsstörungen meist multifaktoriell bedingt. Aus diesem Grund empfehle ich auch vorübergehend komplett auf Pornos zu verzichten.

Sollten deine Erektionsprobleme tatsächlich auf Pornos zurückgehen, dann habe ich gute Neuigkeiten:

Die schädlichen Auswirkungen vom
Pornokonsum sind zu 100% reversibel.
[19]

Laut dem Pornografie-Experten “Gary Wilson” soll es rund 2-5 Monate dauern, bis die Erektionsfähigkeit wieder vollständig hergestellt ist. [20]

Die meisten Erfahrungsberichte auf Reddit berichten allerdings meist von 30-90 Tagen.

Behandlung einer Porno-induzierten Impotenz

Was sich lächerlich anhört, ist längst nachgewiesen: Pornoverzicht fällt den meisten Männern sehr schwer.

Denn ähnlich wie Drogen führt auch der Pornokonsum zur Ausschüttung von Glückshormonen. Fehlen diese Hormone, dann fühlt sich der Tag trostloser an.

Das erklärt, warum 98% der Männer regelmäßig Pornos schauen. Studien zufolge sollen auch rund ⅓ der Frauen dazugehören. [21]

Mein Tipp: Hole deine besten Freunde ins Boot und fordere sie zu einer 30-Tages-Challenge auf. Den eigentlichen Grund dahinter kannst du hier geheim halten.

Hier ein Beispiel:

  • “Hey, ich hab gerade einen Erfahrungsbericht über einen Typ gelesen, der… und er soll sich wohl richtig gut danach gefühlt haben. Jetzt will ich es auch ausprobieren. Wer macht mit?”

Das hat bei mir super funktioniert.

Der Gruppenchat mit meinen besten Freunden in WhatsApp ist heute noch – also Jahre später –  nach dieser Challenge benannt. Kein Spaß. Sieh selbst:

Pornoverzicht

Aber gilt der Verzicht nur für Videos? Oder auch Bilder?

Grundsätzlich gilt: Je mehr sexuelle Reize vom Porno ausgehen, desto schlechter ist es für deine Erektionsfähigkeit.

Heißt konkret:

  • Bilder sind “besser” als Videos
  • Ohne Ton ist geeigneter als mit Ton

Idealerweise rate ich jedoch für mindestens 3 Monate komplett darauf zu verzichten.

ZUSAMMENFASSUNG:

Durch den Verzicht auf Pornos können die negativen Auswirkungen des vorherigen Konsums innerhalb weniger Monate komplett rückgängig gemacht werden.

#6 Reduziere Stress

In fast allen Formen psychischer Erektionsstörungen spielt Stress eine Schlüsselrolle. Je mehr du also deinen Stress verringern kannst, desto besser.

Wissenschaftlich nachgewiesene Methoden sind hier:

  • Reduziere deinen Koffeinkonsum [22]
  • Kaue Kaugummi [23]
  • Meditiere regelmäßig [24]
  • Unternimm etwas mit deinen Freunden [25]
  • Starte Krafttraining [26]
  • Lache öfters [27]
  • Tue Dinge sofort, anstatt sie aufzuschieben [28]
  • Starte Yoga [29]
  • Iss mehr Omega-3-Fette [30]

Mir persönlich hilft es am besten, wenn ich meinen Hobbys nachgehe.

Eine halbe Stunde Klavierspielen oder Motorradfahren wirken bei mir Wunder. Danach ist mein Kopf komplett frei.

Methoden zur Stressreduktion

Vielleicht gibt es ja bei dir im Alltag Dinge, die einen ähnlichen Effekt haben?

ZUSAMMENFASSUNG:

Egal welche Form der psychischen Erektionsstörung vorliegt, die Reduktion von Stress bringt in jedem Fall eine Besserung.

#7 Denke über eine Psychotherapie nach

Psychotherapien sind nicht für jeden. Sollten jedoch tiefere psychische Probleme hinter den Erektionsstörungen stecken, dann kann dir hier professionelle Hilfe weiterhelfen.

Ein Psychotherapeut hilft dir deine aktuellen negativen Denkmuster zu erkennen, sodass du sie aus einer neuen Perspektive wahrnimmst.

Zudem hilft er dir verdrängte Themen abzubauen, die auch heute noch an dir nagen. Der individuelle Ansatz ist aber von Therapeut zu Therapeut unterschiedlich.

  • Der Vorteil? Wurden psychologische Gründe beim Arzt diagnostiziert, dann übernimmt die Krankenkasse in aller Regel die Kosten der Therapie.
  • Der Nachteil? Eine erfolgreiche Psychotherapie braucht Zeit.

Bereits eine “Kurzzeittherapie” beinhaltet rund 25 Sitzungen à 50 Minuten. Bei anderen Therapieformen sind bis zu 300 Sitzungen üblich.

ZUSAMMENFASSUNG:

In schweren Fällen psychogener Erektionsstörungen kann eine Psychotherapie helfen. Die Kosten werden hierfür meist von der Krankenkasse übernommen.

>> Erektionsstörungen behandeln | 15 Wege

Zusammenfassung

Rund 80-90% der Erektionsstörungen gehen auf organische Ursachen zurück. Lediglich 10-20% sind psychischer Natur.

In jungen Jahren ist jedoch die Wahrscheinlichkeit psychogener Erektionsprobleme deutlich erhöht. Diese können zudem auch sehr plötzlich eintreten.

Die 5 häufigsten Ursachen psychischer Erektionsstörungen sind:

  • #1 Chronischer Stress
  • #2 Sorgen und Angststörungen
  • #3 Depressionen
  • #4 Pornografie
  • #5 Beziehungsprobleme

Neben den spezifischen Maßnahmen je nach Ursache können folgende 7 Methoden bei allen Formen psychischer Erektionsprobleme helfen:

  • #1 Stärke dein Selbstvertrauen
  • #2 Nutze PDE-5-Hemmer
  • #3 Hole eine Vertrauensperson ins Boot
  • #4 Nutze natürliche Potenzmittel
  • #5 Verzichte auf Pornos
  • #6 Reduziere Stress
  • #7 Eine Psychotherapie

In allen Fällen empfehle ich einen Besuch beim Urologen, um mögliche organische Ursachen auszuschließen.

Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt:

Chris Corsen

Chris hat einen Master of Science in Ernährungswissenschaften und litt Mitte 20 für ganze zwei Jahre an Erektionsstörungen, einem Testosteronmangel, und einem Libidoverlust. Durch zahlreiche Selbstexperimente und Arztbesuche konnte er schließlich all seine Potenzprobleme überwinden. Hier zeigt er dir, wie du das Gleiche erreichen kannst! Klicke hier, um mehr zu erfahren.

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