Spontane Erektion | Ursache, Häufigkeit und was sie aussagt


Spontane Erektionen - Ursache und Häufigkeit

“Nicht schon wieder…” – Sind meist die Gedanken, wenn der Penis scheinbar ohne Grund steif wird. Aber was ist die Ursache für spontane Erektionen? Und was sagen sie aus?

In diesem Artikel lernst du, ob ungewollte Erektionen normal sind, wie häufig diese im Alter eintreten sollten und was es bedeutet, wenn du keine mehr bekommst.

Los geht’s!

Sind spontane Erektionen normal?

Erektionen können durch sexuelle Gedanken, Gefühle, Gerüche, Reibung oder auch ohne erkennbaren Grund ausgelöst werden.

Die genaue Ursache hinter spontanen Erektionen ist noch unbekannt. Die wahrscheinlichste Theorie lautet jedoch, dass es sich dabei um einen Funktionstest des Körpers handelt.

Denn rein biologisch ist die Fortpflanzung das höchste Ziel im Leben eines Menschen. Es ergibt daher Sinn, dass unser Körper einen natürlichen Mechanismus hat, um diese Fähigkeit aufrechtzuerhalten.

Unter Urologen gelten spontane Erektionen als Anzeichen eines gesunden Herz-Kreislauf-Systems. Zudem gibt es Aufschlüsse über den Hormonhaushalt des Mannes.

Der Grund? Je höher der Testosteronspiegel, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit einer spontanen Erektion.

Das erklärt auch, warum die ungewollten Erektionen morgens häufiger auftreten als abends. Denn da die Testosteronproduktion nachts stattfindet, ist der Wert morgens am höchsten.

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Das heißt auch im Umkehrschluss: Spontane Erektionen sind kein Anzeichen einer sexuellen Frustration oder einem übermäßigen Verlangen nach Sex.

Sie sind Teil einer normalen und gesunden Sexualfunktion. Sowohl bei Kindern, Teenagern, als auch bei Männern in den 30er, 40er oder gar 80er Jahren.

Die einzige Ausnahme ist hier eine schmerzhafte Dauererektion. Denn wenn die Erektion ohne sexuelle Stimulation über 4 Stunden anhält, dann kann es zur dauerhaften Impotenz führen.

ZUSAMMENFASSUNG:

Spontane Erektionen sind ein Zeichen eines gesunden Herz-Kreislauf-Systems. Sie gelten daher als völlig normal und sind kein Grund zur Sorge.

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Kann man spontane Erektionen verhindern?

Trotz der Tatsache, dass spontane Erektionen normal sind, werden sie in der Öffentlichkeit oder in Gesellschaft weniger akzeptiert.

Zudem treten sie häufig in den unpassendsten Momenten ein. Wie beispielsweise im Schwimmbad oder einer Gemeinschaftsdusche.

Die Frage lautet also: Kannst du diese ungewollten Erektionen auch verhindern?

Schlechte Neuigkeiten: Nein, das liegt nicht in deiner Hand.

  • Der Grund? Diese Erektionen werden über den sogenannten “Erregungsreflex” ausgelöst.
  • Das Problem? Ein Reflex ist eine unwillkürliche Reaktion deines Körpers. Du kannst es also nicht willentlich beeinflussen. Ähnlich wie der Kniereflex.
  • Die Folge? Es kommt zur Ausschüttung von Stickstoffmonoxid, welches die Blutgefäße weitet, die Durchblutung fördert und damit die Erektion einleitet.

Um hier eine peinliche Situation zu vermeiden, hast du zwei Möglichkeiten:

  • 1) Die Wahrscheinlichkeit einer spontanen Erektion verringern

Häufig reichen geringste sexuelle Reize aus, um den Erregungsreflex auszulösen. Das kann eine einfache Berührung der Genitalien sein oder ein kurzer Blick auf erregende Inhalte.

Diese gilt es daher zu vermeiden. Zudem solltest du dich währenddessen gedanklich ablenken und deinem Penis keinerlei Aufmerksamkeit schenken.

  • 2) Die Erektion verstecken

Mit ein paar Tricks lässt sich nahezu jeder Ständer gekonnt verstecken. Welche Möglichkeiten du hast, lernst du hier:

>> 19 Tipps um Erektionen zu verstecken

ZUSAMMENFASSUNG:

Da spontane Erektionen durch einen unterbewussten Reflex ausgelöst werden, können sie nicht verhindert werden. Hier können verschiedene Methoden helfen, um die Erektion zu vertuschen.

Wie viele spontane Erektionen am Tag sind normal?

Die genaue Anzahl ist von Mann zu Mann und von Tag zu Tag unterschiedlich. Der Durchschnitt beträgt hier allerdings:

  • Tagsüber: 11 spontane Erektionen, die meist nur wenige Minuten anhalten. [1]
  • Nachts: 3-5 Erektionen, die je 25-35 Minuten anhalten. [2]

Und ja, du liest richtig. Rund ¼ der gesamten Schlafzeit hast du eine Erektion.

Eine besondere Form einer spontanen Erektion ist die sogenannte “Morgenlatte”. Dabei handelt es sich um eine im REM-Schlaf stattfindende nächtliche Erektion.

Im Alter nimmt die Anzahl der spontanen Erektionen jedoch ab. Das soll auf die Abnahme des Testosteronspiegel zurückgehen. [3]

Denn rein statistisch sinkt das Testosteron ab dem 30. Lebensjahr um durchschnittlich 1% pro Jahr. [4]

Zudem konnte man in Studien an Männern bereits nachweisen, dass die Häufigkeit der spontanen Erektionen durch eine Testosteron-Ersatztherapie gesteigert wurde. [5]

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Das heißt konkret: Es ist völlig normal, dass du in jungen Jahren häufiger eine ungewollte Latte erlebst als im fortgeschritteneren Alter.

Studien zur Häufigkeit der spontanen Erektionen im Alter gibt es derzeit noch keine.

Erfahrungsberichten zufolge bekommen jedoch auch noch ältere Männer zwischen 2-5 Erektionen pro Tag. [6]

Auch die Morgenlatte soll Erfahrungsberichten zufolge noch bei Männern über 50 Jahren mehrmals pro Woche stattfinden. [7]

ZUSAMMENFASSUNG:

Ein gesunder junger Mann bekommt tagsüber durchschnittlich 11 Erektionen. Mit zunehmendem Alter nimmt diese Zahl jedoch ab, da der Testosteronspiegel sinkt.

>> 18 Ursachen eines Testosteronmangels

Was sagt es aus, wenn keine spontanen Erektionen mehr eintreten?

Damit eine Erektion stattfinden kann, müssen große Teile des Nerven- und Blutsystems einwandfrei funktionieren.

Treten jedoch keinerlei spontane Erektionen mehr auf, dann kann das auf eine zugrundeliegende Störung zurückgehen.

Sehr häufig sind hier:

Speziell die Morgenlatte soll ein starker Indikator für die sexuelle Gesundheit sein. [8]

Als ich mit Mitte 20 an Potenzproblemen litt, bat mich mein Arzt für 14 Tage eine Strichliste zu führen. Ich sollte die Anzahl der morgendlichen und spontanen Erektionen zählen.

Da ich zu dieser Zeit an einem unerklärlichen Testosteronmangel litt, war er wenig überrascht, dass ich an manchen Tagen keinen einzigen Strich machen konnte.

Strichliste für spontane Erektionen

Sollte sehr plötzlich die Anzahl der spontanen Erektionen abnehmen, dann sind dafür meist psychische Ursachen verantwortlich. Also beispielsweise starker Stress. [9]

In diesem Fall kommt es auch häufig zum Verlust der Libido.

Nimmt die Anzahl über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder gar Monaten ab, dann sind auch organische Ursachen wahrscheinlich.

Beispiele hiervon sind:

Schwankungen von Tag zu Tag sind völlig normal. Problematisch kann es allerdings sein, wenn die spontanen Erektionen dauerhaft ausfallen.

In diesen Fällen wird zur Vorsicht ein Besuch beim Urologen empfohlen.

ZUSAMMENFASSUNG:

Das Ausfallen spontaner Erektionen kann auf einen Testosteronmangel oder gar Erektionsprobleme hinweisen. Bei einem Dauerzustand sollte hier der Arzt aufgesucht werden.

>> 19 Symptome eines Testosteronmangels

Zusammenfassung

Spontane Erektionen geben Feedback zum Gesundheitszustand eines Mannes. Sie sollten sowohl in jungen als auch in fortgeschrittenen Jahren täglich auftreten.

Die genau Anzahl schwankt je nach Tag und ist von Person zu Person unterschiedlich.

In jungen Jahren sind jedoch durchschnittlich 11 Erektionen über den Tag und 3-5 Erektionen über die Nacht üblich.

Verhindern kann man spontane Erektionen nicht. Denn sie werden durch den Erregungsreflex ausgelöst und unterliegen daher nicht unserem Willen.

Sollten die spontanen Erektionen sehr selten sein oder gar komplett aussetzen, dann kann das einen Hinweis auf eine bestehende Erkrankung oder Störung geben.

Insbesondere ein Testosteronmangel sowie eine erektile Dysfunktion sind hier sehr häufig.

Es können jedoch auch andere Störungen oder Verletzungen dafür verantwortlich sein. Ein Urologe kann in einem solchen Fall weiterhelfen.

Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt:

Chris Corsen

Hi, ich bin Chris. Mit Mitte 20 hatte ich für ganze 2 Jahre mit Potenzproblemen und einem niedrigen Testosteron zu kämpfen... bis ich nach unzähligen Arztbesuchen und Selbstexperimenten endlich herausfand, was wirklich hilft. Hier teile ich alles, was ich gelernt habe. Lies mehr.

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