Erektionsstörungen durch Medikamente | Tipps + Liste [2020]


Erektionsstörungen durch Medikamente

Rund 25% der Erektionsprobleme sollen durch Medikamente ausgelöst werden. Aber welche Arzneimittel machen impotent? Und was ist hier die Lösung?

In diesem Artikel lernst du, welche Medikamente Erektionsstörungen verursachen können und was du tun solltest, wenn deine Arzneimittel dazu gehören.

Los geht’s!

Erektionsstörungen durch Medikamente erkennen

Die Entstehung einer Erektion ist ein komplexes Zusammenspiel zwischen Nerven, Hormonen und den Blutgefäßen.

Es wundert daher nicht, dass mehr als 300 Medikamente diesen Prozess negativ beeinflussen können. Nicht umsonst werden Medikamente im englischsprachigen Raum als “drugs” bezeichnet.

Forscher gehen davon aus, dass sogar ganze 25% aller Erektionsstörungen auf Medikamente zurückgehen. [1]

Und dabei handelt es sich lediglich um eine von insgesamt 19 Ursachen einer erektilen Dysfunktion. Denn Erektionsprobleme sind in aller Regel multifaktoriell bedingt – haben also mehrere Ursachen.

Insbesondere im Alter soll der Anteil der durch Medikamente verursachten Erektionsprobleme besonders hoch sein. Denn dort werden in der Regel deutlich mehr Arzneimittel eingenommen.

Aber woher weißt du, ob deine Medikamente für die Erektionsstörungen verantwortlich sind?

Hier können folgende drei Methoden helfen:

  • #1 Die Packungsbeilage studieren

Hersteller von Medikamenten haften für alle Nebenwirkungen, die nicht auf der Packungsbeilage aufgeführt sind.

Dementsprechend findest du auf fast allen Beipackzetteln eine ausführliche Liste an potenziellen Nebenwirkungen.

Diese sind sogar meist nach der Häufigkeit geordnet:

  • Sehr häufig (>10%)
  • Häufig (1-10%)
  • Gelegentlich (<1%)
  • Selten (<0,1%)
  • Sehr selten (<0,01%)

VORSICHT: Studien zufolge soll das alleinige Wissen über die möglichen Nebenwirkungen die Wahrscheinlichkeit des Eintretens deutlich erhöhen. [2]

Das Problem? Je nach Hersteller werden unterschiedliche Begrifflichkeiten verwendet.

Nach folgenden Nebenwirkungen solltest du Ausschau halten:

  • Erektionsverlust
  • Sexualfunktionsstörung
  • Erektionsprobleme
  • Impotenz
  • Erektile Dysfunktion
  • Potenzstörung
  • Erektionsstörungen
  • Verminderte Testosteronbildung

In seltenen Fällen werden Erektionsstörungen auch unter “Orgasmusprobleme” oder “Ejakulationsstörungen” kategorisiert.

Falls du die Packungsbeilage nicht mehr hast, kannst du auch in der nachfolgenden Auflistung schauen, ob dein Arzneimittel genannt wird.

Aber dennoch bleibt hier unklar, ob es tatsächlich an den Medikamenten liegt, oder ob nicht eine zugrundeliegende Erkrankung dafür verantwortlich ist.

Durch Medikamente verursachte Erektionsstörungen erkennen
  • #2 Reflektiere über den Zeitpunkt des Eintretens

Wann hast du angefangen die Medikamente einzunehmen? Und wann traten zum ersten Mal Erektionsprobleme auf?

Wenn es einen unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang gab, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Medikamente dafür verantwortlich sind.

  • Das Problem? Nicht alle Medikamente haben eine sofortige Wirkung. Bei vielen setzen die Nebenwirkungen erst nach Wochen oder gar Monaten ein.
  • Die Folge? Es bleibt unklar, ob es tatsächlich am Medikament liegt, oder ob nicht andere Störungen dafür verantwortlich sind.

Absolute Sicherheit hast du mit dieser Methode also ebenfalls nicht.

SCHON GEWUSST?

Viele dieser Medikamente führen auch bei Frauen zu sexuellen Funktionsstörungen. Dazu gehören beispielsweise Orgasmusstörungen, Erregungsstörungen und der Verlust der Libido.

  • #3 Das Absetzen der Medikamente

Endgültige Gewissheit bekommst du lediglich, indem du die Medikamente absetzt. Nach wenigen Tagen sollte die Erektionsfähigkeit in aller Regel wieder einsetzen.

Das gesagt habend:

In keinem Fall solltest du ohne ärztliche Absprache
deine Medikamente aus Eigeninitiative absetzen!

Wie hier der Ablauf ist und welche Alternativen du hast, erfährst du weiter unten.

ZUSAMMENFASSUNG:

Rund 25% der Erektionsstörungen sollen auf die Einnahme von Medikamenten zurückgehen. Das Lesen der Packungsbeilage, die Reflexion über das Eintreten der Potenzprobleme sowie das Absetzen der Medikamente kann Gewissheit über die tatsächliche Ursache geben.

>> Die 19 Ursachen von Erektionsstörungen

Diese Medikamente können impotent machen

Insbesondere folgende Kategorien von Medikamenten können Potenzprobleme verursachen:

  • #1 Herz-Kreislauf-Medikamente (sehr häufig)
  • #2 Psychopharmaka & Tranquilizer (sehr häufig)
  • #3 Hormon-Präparate
  • #4 Magen-Darm-Medikamente
  • #5 Entwässernde Medikamente
  • #6 Rheuma- und Schmerzmittel
  • #7 Weitere Medikamente
Medikamente die Erektionsstörungen verursachen

Dieses Bild darf verwendet werden mit Namensnennung: “Potenz-Tipps.de” + Link zu diesem Artikel.

Lass uns nun die einzelnen Kategorien genauer unter die Lupe nehmen.

#1 Herz-Kreislauf-Medikamente

Herz-Kreislauf-Medikamente dienen – wie der Name bereits verrät – der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Heißt konkret: Allerlei Störungen, die das Herz oder die Blutgefäße betreffen.

Insbesondere folgende Medikamente sind hier problematisch:

  • Blutdrucksenker

Diese Medikamente werden sehr häufig gegen Bluthochdruck verschrieben. Das Problem? Sie senken nicht nur den Blutdruck, sondern verringern auch die Durchblutung zum Penis.

Die Folge? Schwächere Erektionen oder gar der vollständige Verlust der Erektionsfähigkeit.

  • Beta-Blocker

Diese Mittel werden ebenfalls gegen Bluthochdruck, aber auch bei einer Herzschwäche empfohlen.

Sie blockieren die Beta-Rezeptoren am Herz und verhindern damit, dass Adrenalin den Blutdruck erhöhen kann.

Das Problem? Beta-Rezeptoren befinden sich ebenfalls im Penis und spielen bei der Entstehung einer Erektion eine Schlüsselrolle.

Die Folge? Erektionsstörungen, aber auch der Verlust der Libido sowie ein Testosteronmangel. In Studien zu Beta-Blocker kam es bei 15-31% der Männer zu Erektionsstörungen. [3]

  • Cholesterin-Senker

Medikamente gegen hohe Blutfettwerte greifen nicht nur in den Fettstoffwechsel, sondern auch in die Sexualfunktion ein. Auch hier kommt es häufig zu Erektionsstörungen.

Diese Medikamente können Erektionsstörungen verursachen

  • Wirkstoffe: Atenolol, Bisoprolol, Carvedilol, Nebivolol, Pindolol, Propranolol, Metoprolol, Bezafibrat, Fenofibrat, Gemfibrozil.
  • Bekannte Handelsnamen: Carvedilol®, Atebeta®, Tenormin®, Concor®, Gevilon®, Dilatrend®, Querto®, Nebilet®, Visken®, Dociton®, Obsidan®, Beloc®, Lopresor®, Bisoprolol Dura®, Prelis®, Bezafibrat®, Cedur®, Atehexal®, Lipidil-Ter®, Lipox®, Cil®, Durafenat®, Lipidil®, Gemfi®.

#2 Psychopharmaka & Tranquilizer

Psychopharmaka ist der Überbegriff für Medikamente, die zur Behandlung psychischer Erkrankungen eingesetzt werden.

Die bekanntesten Beispiele sind hier:

  • Antidepressiva

Diese Medikamente wirken stimmungsverbessernd, beruhigend und angstlösend. Sie werden daher häufig gegen Depressionen und Angststörungen eingesetzt.

Da sie allerdings auch die Ausschüttung von Serotonin und Dopamin beeinflussen, können sie nicht nur zum Libidoverlust, sondern auch zu Erektionsproblemen führen.

  • Beruhigungs- & Schlafmittel

Diese Mittel werden häufig bei übermäßigen Sorgen, chronischem Stress und Angststörungen eingesetzt. Sie machen nicht nur müde, sondern vermindern auch die männliche Potenz.

  • Antipsychotika

Diese Medikamente werden gegen psychische Störungen eingesetzt, die durch einen erhöhten Dopaminspiegel zurückgehen (z.B. Schizophrenie).

Sie blockieren das Glückshormon Dopamin. Da dieser Botenstoff aber auch für die Sexualfunktion elementar ist, kommt es häufig zum Verlust der Libido sowie Erektionsstörungen.

  • Anti-Epileptika

Diese Medikamente werden zur Behandlung von Krampfanfällen und Epilepsien eingesetzt. Sie verhindern unkontrollierte Nervenreaktionen im Gehirn.

Leider hemmen sie auch jene Nervenbahnen, die zur Weiterleitung sexueller Reize notwendig sind. Die Folge? Eine erektile Dysfunktion.

Diese Medikamente können Erektionsstörungen verursachen

  • Wirkstoffe: Lithium, Citalopram, Fluoxetin, Sulpirid, Paroxetin, Sertralin, Amitriptylin, Doxepin, Trimipramin, Amitriptylin­oxid, Clomipramin, Reserpin, Venlafaxin, Duloxetin, Tamsulosin, Carbamazepin, Gabapentin, Pregabalin, Escitalopram, Primidon, Lorazepam, Benzodiazepine, Neuroleptika, Rauwolfia, Sympatikomimetika, Psychoanaleptika, Opipramol, Tranquilizer, Anxiolytica, Morphin, Carbamazepin, Opiate.
  • Bekannte Handelsnamen: Citalon®, Citalo-Q®, Prostadil®, Paroxat®, Paroxedura®, Zoloft®, Cipralex®, Saroten®, Tolid®, Syneudon®, Aponal®, Doneurin®, Mareen®, Tadin®, Stangyl®, Trimineurin®, Trimidura®, Herphonal®, Amioxid-Neuraxpharm®, Anafranil®, Insidon®, Opipram®, Trevilor®, Cipramil®, Cymbalta®, Quilonum®, Alna® Ocas®, OmnicOcas®, Prostacure®, Proscar®, Equilibrin®, Avodart®, Tegretal®, Timonil®, Gabax®, Ariclaim®, Neurontin®, Lyrica®, Primidon®, Liskantin®, Tavor®, Laubeel®, Amineurin®.

#3 Hormon-Präparate

Die Einnahme externer Hormonen führt sehr häufig zu einem gestörten Hormonhaushalt. Insbesondere das männliche Sexualhormon “Testosteron” leidet darunter.

  • Antiandrogene

Androgene sind männliche Sexualhormone. Antiandrogene sind daher Medikamente, welche die männlichen Sexualhormone hemmen (z.B. Testosteron).

Sie werden meist gegen Prostatakrebs eingesetzt. Neben Erektionsstörungen kommt es auch häufig zum Verlust der sexuellen Lust und einer reduzierten Testosteronproduktion.

  • Anabolika

Anabole Steroide sind Stoffe, deren chemische Struktur dem Testosteron sehr ähnlich sind. Sie werden überwiegend im Bodybuilding zum Muskelaufbau aber auch bei Geschlechtsumwandlungen eingesetzt.

  • Haarwuchsmittel

Einige Medikamente gegen eine Prostatavergrößerung werden auch gegen Haarausfall eingesetzt (z.B. Finasterid und Dutasterid).

Das Problem? Sie hemmen die körpereigene Testosteronproduktion. Ein Verlust der Libido sowie Erektionsstörungen können hier eintreten.

In Studien an Männern hat die 3-monatige Einnahme von Finasterid das Risiko einer Impotenz um 490% erhöht. [4]

Mehr Infos findest du hier: Erektionsstörungen durch Haarwuchsmittel

Diese Medikamente können Erektionsstörungen verursachen

  • Wirkstoffe: Cyproteronacetat, Spironolacton, Finasterid, Oxendolon, Dutasterid, Megestrolacetat.
  • Bekannte Handelsnamen: Propecia®, Dianabol®, Diane®, Cyprostat®, Stanozolol®, Nandrolon®, Anapolon50®, Metandienon®, Androcur®, Masteron®.

#4 Magen-Darm-Medikamente

Bei Verdauungsstörungen aller Art werden sehr häufig Magen-Darm-Medikamente verschrieben.

Die bekanntesten sind hier:

  • H2-Blocker

Diese Medikamente kommen bei Gastritis und bei Sodbrennen zum Einsatz. Auch diese können zu einer erektilen Dysfunktion und dem Verlust der Libido führen.

  • Dopamin-Antagonisten

Diese Arzneimittel werden gegen Übelkeit, Erbrechen aber auch psychischen Erkrankungen verschrieben.

Sie blockieren den Botenstoff Dopamin, welcher für die Entstehung einer Erektion wichtig ist. Erektionsstörungen sowie eine nachlassende sexuelle Lust können hier die Folge sein.

Diese Medikamente können Erektionsstörungen verursachen

  • Wirkstoffe: Cimetidin, Metoclopramid.
  • Bekannte Handelsnamen: Gastronerton®, Azucimet®, Tagamet®, H2-Blocker-Ratiopharm®, Cimet®, Cerucal®, Gastrosil®, MCP®, Gastroprotect®, Paspertin®, Cime®.

#5 Entwässernde Medikamente

Unter entwässernden Medikamenten fallen sowohl Diuretika als auch harntreibende Medikamente.

  • Thiazide

Diese Medikamente werden bei Wassereinlagerungen, Herzschwäche und Bluthochdruck eingesetzt.

Das Problem? Sie schwemmen neben Wasser auch noch Zink aus und lösen daher häufig einen Zinkmangel aus.

Die Folge? Die Testosteronproduktion wird gehemmt und das Testosteron kann weniger gut wirken. Sehr häufig kommt es hier zum Libidoverlust und zu Erektionsstörungen.

  • ACE-Hemmer

Diese Mittel werden gegen Bluthochdruck und Herzerkrankungen eingesetzt. Es gibt vereinzelt Berichte, dass sie die Erektionsfähigkeit herabsetzen können. Das soll aber relativ selten sein.

  • Alpha-2-Agonisten

Diese Medikamente werden gegen Bluthochdruck eingesetzt. Sie reduzieren die Menge an Noradrenalin und Adrenalin im Gehirn, welche den Blutdruck erhöhen.

Leider schwächen sie ebenfalls die Nervensignale vom Gehirn zum Penis ab. Die Folge sind häufig eine Libidoverlust sowie Erektionsstörungen.

  • Cholesterin-Senker

Diese Medikamente senken den Cholesterinspiegel im Blut. Cholesterin wird aber auch für die Testosteronproduktion benötigt.

In Ausnahmefällen können diese Mittel den Testosteronspiegel so stark senken, dass es zu hormonell bedingten Erektionsstörungen kommt.

  • Alpha-Blocker

Diese Arzneimittel werden am häufigsten gegen eine Prostatavergrößerung verschrieben. Die Sexualfunktion kann darunter leiden. Allerdings ist das eine eher seltene Nebenwirkung.

  • Calcium-Antagonisten

Diese Medikamente werden gegen Angina Pectoris (Herzenge) und Bluthochdruck verschreiben. Sie hemmen die Bereitstellung von Kalzium und können dadurch in seltenen Fällen auch Erektionsstörungen auslösen.

  • Antiarrhythmika

Diese Art von Medikamenten werden gegen Herzrhythmusstörungen verschrieben. Sie beeinflussen den Hormonhaushalt des Mannes und können dadurch einen Testosteronmangel auslösen.

Die Folge? Der Verlust der sexuellen Lust sowie Erektionsprobleme.

Diese Medikamente können Erektionsstörungen verursachen

  • Wirkstoffe: Clopamid, Ramipril, Hydrochlorothiazid, Amlodipin, Verapamil, Diltiazem, Captopril, Enalapril, Fosinopril, Lisinopril.
  • Bekannte Handelsnamen: Norvasc®, Esidrix®, Isoptin®, Verahexal®, Acerbon®, Dilzem®, Capto-Puren®, Lopirin®, Benalapril®, Enabeta®, Enahexal®, Tensobon®, Xanef®, Dynacil®, Fosinorm®, Coric®, Delix®, Vesdil®, Briserin®, Disalunil®.

#6 Rheuma- und Schmerzmittel

Selbst viele als “unbedenklich” geltende Medikamente können bei einer langfristigen Einnahme die Erektionsfähigkeit herabsetzen.

Dazu gehören:

  • Cortison

Diese Medikamente werden häufig gegen Entzündungen aller Art eingesetzt. Es hemmt bestimmte Stoffe, die eine Entzündung auslösen oder verstärken können.

Gleichzeitig wird jedoch auch das Testosteron gehemmt. Ein Libidoverlust sowie Erektionsstörungen können die Folge sein.

  • Schmerzmittel

Selbst gängige Schmerzmittel sollen Untersuchungen zufolge die Erektionsfähigkeit herabsetzen können, sofern sie regelmäßig eingenommen werden.

Diese Medikamente können Erektionsstörungen verursachen

  • Wirkstoffe: Ibuprofen, Ketoprofen, Allopurinol, Benzbromaron, Acemetacin, Acetylsalicylsäure, Diclofenac, Indometacin, Naproxen, Dexamethason, Phenylbutazon,
  • Bekannte Handelsnamen: Zyloric®, Acemetacin-CT®, Acemetacin-Stada®, Rantudil®, Acesal®, Aspirin®, Allvoran®, Diclac®, Diclo®, Rewodina®, Voltaren®, Foligan®, Indo-CT®, Corto-Tavegil®, Dolgit®, Dolormin®, Indomet-Ratiopharm®, Ibu®, Benzbromaron AL®, Gabrilen®, Spondylon®, Naproxen®, Ambene®, Exrheudon®, Decortin®, Prednison®.

#7 Weitere Medikamente

Darüber hinaus gibt es eine Reihe an einzelnen Arzneimitteln, die sich schwer kategorisieren lassen und ebenfalls zu Erektionsstörungen führen können.

Dazu gehören Medikamente gegen:

  • Diabetes
  • Krebserkrankungen
  • Infektionen
  • Blutgerinnung

Zusätzlich kann eine erektile Dysfunktion auch durch eine Mehrfachmedikation entstehen. Denn bei vielen Medikamenten kann es zu Wechselwirkungen kommen.

Diese Medikamente können Erektionsstörungen verursachen

  • Wirkstoffe: Phenprocoumon, Darifenacin, Solifenacin, Trospium, Oxybutinin, Propiverin, Pioglitazon, Metformin, Tolterodin, Glibenclamid, Heparin-Ca, Estramustin, Methotrexat, Revlimid, Clonidin, Protionamid, Allopurinol, Benzbromaron, Propafenon, Methyldopa.
  • Bekannte Handelsnamen: Marcumar®, Marcuphen®, Emselex®, Vesikur®, Spasmex®, Spasmolyt®, Detrusitol®, Spasyt®, Oxymedin®, Cystonorm®, Peteha®, Mictonorm®, Mictonetten®, Competact®, Heparin-Calcium Ratiopharm®, Euglucon®, Maninil®, Estracyt®, Presinol®, Multosin®, Lantarel®, Metex®, Falithrom®, Lenalidomid®, Ektebin®, Foligan®, Zyloric®, Benzbromaron AL®, Cuxafenon®, Rytmonorm®, Dopegyt®, Clonistada®.

Was tun, wenn deine Medikamente Erektionsstörungen verursachen?

In diesem Fall rate ich zum Arzt zu gehen und zunächst die Notwendigkeit all deiner Medikamente abzuwägen.

In einigen Fällen ist das Medikament nicht zwingend notwendig, sodass es ohne weitere Folgen abgesetzt werden kann.

Nochmal zum Klarstellen:

In keinem Fall solltest du Änderungen
an deiner Medikation selbst vornehmen.

Falls es keinen Weg um das entsprechende Mittel gibt, dann kannst du deinen Arzt nach geeigneteren Alternativen fragen.

Es gibt beispielsweise Antidepressiva, die gleichermaßen effektiv wirken, aber die Erektionsfähigkeit unbeeinflusst lassen.

Ist das nicht der Fall, dann könnte eventuell bereits eine verringerte Dosis eine Besserung bringen.

In allen Fällen solltest du die Konsequenzen, Vor- und Nachteile zuvor mit deinem Arzt abklären.

Das worst case Szenario:

  • Die Medikamente müssen zwingend eingenommen werden
  • Es gibt keine bessere Alternative und die Dosis kann nicht verringert werden

Was nun?

Auch hier hast du mehrere Optionen:

  • PDE-5-Hemmer

PDE-5-Hemmer ist der Überbegriff für medikamentöse Potenzmittel wie beispielsweise Viagra oder Cialis.

  • Die Vorteile? Diese Potenzmittel können meist die negativen Auswirkungen der Medikamente ausgleichen, sodass Geschlechtsverkehr möglich ist.
  • Die Nachteile? Auch sie haben Nebenwirkungen, sind verschreibungspflichtig und zudem relativ teuer.

Hier solltest du deinen Arzt nach eventuellen Wechselwirkungen mit deinen bisherigen Medikamenten befragen.

Tiefere Informationen findest du hier:

>> PDE-5-Hemmer | Wirkungsweise und Erfahrungen

Potenzmittel gegen Erektionsstörungen
  • Natürliche Potenzmittel

Im Vergleich zu den obigen Medikamenten setzt der Effekt von natürlichen Potenzmitteln meist erst nach einigen Wochen ein und ist zudem schwächer.

Dafür sind sie deutlich günstiger, haben meist keinerlei Nebenwirkungen und sind zudem rezeptfrei erhältlich.

Eine umfangreiche Auflistung findest du hier:

>> Die 10 besten natürlichen Potenzmittel

  • Hausmittel

Neben den natürlichen Potenzmitteln kannst du auch auf verschiedene Hausmittel zurückgreifen, die gegen Erektionsstörungen helfen können.

Hier findest du eine Liste mit Hausmitteln, deren Wirkung nachgewiesen ist:

>> 13 Hausmittel gegen Erektionsstörungen

  • Ein Penisring

Bei einer leichten Erektionsstörung kann bereits die Benutzung eines Penisrings ausreichend sein, um Geschlechtsverkehr haben zu können.

Hier erfährst du mehr zum Thema:

>> Penisring | Wirkungsweise und Anwendung erklärt

Hilfsmittel gegen Erektionsstörungen
  • Eine Penispumpe

Sind die Erektionsstörungen stärker ausgeprägt, dann kann eine Kombination aus einem Penisring und einer Penispumpe helfen.

Dadurch kann rein mechanisch eine Erektion erzeugt und gehalten werden. Und das völlig frei von Nebenwirkungen.

Mehr Infos findest du hier:

>> Penispumpe | Funktion und Anwendung erklärt

ZUSAMMENFASSUNG:

Sollten die Erektionsstörungen durch die Medikamente verursacht sein, dann sollte zunächst der Arzt aufgesucht werden. Selbst wenn es keine Alternativen gibt, können verschiedene Hilfsmittel die Erektionsfähigkeit wiederherstellen.

>> Erektionsstörungen behandeln | 17 Wege

Zusammenfassung

Untersuchungen zufolge sollen ganze 25% der Erektionsstörungen durch Medikamente ausgelöst werden.

Um das herauszufinden, hilft ein Blick auf die Packungsbeilage, ein Arztbesuch oder eine eigene Recherche.

Insbesondere folgende Medikamente sollen eine erektile Dysfunktion auslösen können:

  • #1 Herz-Kreislauf-Medikamente
  • #2 Psychopharmaka & Tranquilizer
  • #3 Hormon-Präparate
  • #4 Magen-Darm-Medikamente
  • #5 Entwässernde Medikamente
  • #6 Rheuma- und Schmerzmittel
  • #7 Weitere Medikamente

In solchen Fällen sollte zusammen mit dem Arzt das Absetzen der Medikamente diskutiert werden. Häufig gibt es auch bessere Alternativen, welche die Sexualfunktion unbeeinträchtigt lassen.

Selbst im schlimmsten Fall kann auf verschiedene Potenzmittel und mechanische Hilfsmittel zurückgegriffen werden, welche die Erektionsfähigkeit in aller Regel wiederherstellen können.

Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt:

Chris Corsen

Hi, ich bin Chris. Mit Mitte 20 hatte ich für ganze 2 Jahre mit Potenzproblemen und einem niedrigen Testosteron zu kämpfen... bis ich nach unzähligen Arztbesuchen und Selbstexperimenten endlich herausfand, was wirklich hilft. Hier teile ich alles, was ich gelernt habe. Lies mehr.

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