Sind Erektionsstörungen im Alter normal? Studien [2020]


Mehr als die Hälfte der Männer über 50 Jahren kämpft Studien zufolge mit Erektionsproblemen. [1] Aber was ist die Ursache? Und sind Erektionsstörungen im Alter normal?

Erektionsschwierigkeiten im Alter sind statistisch gesehen als normal einzuordnen. Denn “normal” kommt von “der Norm entsprechend”. Natürlich sind Erektionsstörungen jedoch nicht. Denn das Altern selbst ist nicht die Ursache, sondern kommt lediglich mit zusätzlichen Risikofaktoren.

Dann lass uns das Thema nun genauer unter die Lupe nehmen und uns die Ursachen und Möglichkeiten zur Behandlung genauer anschauen.

Los geht’s!

Statistiken zu Erektionsstörungen im Alter

Aus bisher noch ungeklärten Gründen hat die Anzahl der Männer mit Erektionsstörungen in den letzten 20 Jahren drastisch zugenommen.

Im Jahr 1998 wurden in einer Kölner Studie rund 5,000 Männer zur ihrer Potenz befragt. Hier das Ergebnis:

Dieses Bild darf verwendet werden mit Namensnennung: “Potenz-Tipps.de” + Link zu diesem Artikel. [2]

Heißt konkret:

  • Rund jeder zweite Mann in Deutschland wird im Laufe seines Lebens mit Erektionsproblemen konfrontiert
  • Im Durchschnitt hat jeder fünfte Mann über 30 Jahren mit Erektionsstörungen zu kämpfen

Die Forscher gehen jedoch stark davon aus, dass es bei diesem Thema eine besonders hohe Dunkelziffer ist. Denn nur wenige Männer trauen sich das Thema zuzugeben.

Zudem beinhalten diese Zahlen nicht diejenigen, die bereits mit einer Potenzschwäche zu kämpfen haben. Also einer stark reduzierten Erektionsfähigkeit.

Denn unter “Erektionsstörungen” werden offiziell nur dauerhafte Erektionsschwierigkeiten (> 6 Monate) gezählt.

In 2017, also rund 20 Jahre später, wurde eine ähnliche Studie durchgeführt. Und das Resultat hiervon machte Schlagzeilen:

Dieses Bild darf verwendet werden mit Namensnennung: “Potenz-Tipps.de” + Link zu diesem Artikel. [3]

Mit 40 Jahren beträgt die Wahrscheinlichkeit von Erektionsstörungen bereits 40%. Danach soll es alle 10 Jahre um weitere 10% ansteigen.

Jeder zweite Mann über 50 Jahre hat also statistisch gesehen mit einer erektilen Dysfunktion zu kämpfen.

Was früher noch als ein “Problem des Alters” abgestuft wurde, betrifft heute immer mehr junge Männer.

Und Hand aufs Herz: Ich war einer davon. Mit Mitte 20 litt ich für ganze 2 Jahre an Erektionsstörungen… Das ist einer der Hauptgründe, warum es diese Webseite heute gibt.

Meine ganze Geschichte kannst du hier nachlesen.

ZUSAMMENFASSUNG:

Rund 50% der über 50-jährigen Männer sollen laut den neuesten Studien an Erektionsstörungen leiden. Mehr als jeder zweite Mann kämpft damit statistisch gesehen in seinem Leben mit Erektionsproblemen.

Sind Erektionsprobleme im Alter normal?

Diese Frage muss mit “ja” beantwortet werden. Denn “normal” ist definiert als “der Norm entsprechend”. Normal ist also das, was üblich und gewöhnlich ist.

Aber sind Erektionsstörungen im Alter natürlich?

Hier ist die Antwort ein klares “nein”. Denn die Vergangenheit zeigt, dass selbst alte Männer noch größtenteils erektionsfähig waren.

Der männliche Körper hat keinerlei natürlichen Mechanismus, der ab einem gewissen Alter die Erektion verhindert. Denn “natürlich” kommt von “in der Natur begründet”.

Heißt konkret: Ein gesunder 100-jähriger Mann kann immer noch ein Kind zeugen.

Bei Frauen ist das anders. Hier setzen mit durchschnittlich 51 Jahren die Wechseljahre ein. Ab diesem Zeitpunkt werden Frauen auf natürliche Weise unfruchtbar. [4]

Erektionsstörungen im Alter sind normal

Hier ein Beispiel zu normal vs. natürlich:

Stell dir mal vor, jeder Mensch würde mit 10 Jahren das Rauchen anfangen. Bei diesem Szenario wäre es völlig normal, dass der überwiegende Teil der Menschen an Lungenkrebs stirbt.

Natürlich ist das jedoch nicht. Denn die Ursache liegt an unserem Verhalten und nicht einem natürlichen Zerfall der Lunge.

ZUSAMMENFASSUNG:

Erektionsprobleme im Alter sind zwar als “normal” einzustufen, natürlich sind sie jedoch nicht. Denn der männliche Körper hat keinerlei Mechanismus, welcher die Erektionsfähigkeit ab einem gewissen Alter auf eine natürliche Art einschränkt.

Ursachen für Erektionsstörungen im Alter

Das Altern selbst ist nicht die Ursache von Erektionsproblemen, sondern korreliert lediglich mit einer verringerten Erektionsfähigkeit.

Der Grund hierfür sind zusätzliche Risikofaktoren, die vermehrt im Alter zutage kommen.

Rund 10-20% der Erektionsstörungen sollen psychologisch bedingt sein. Also beispielsweise durch Stress, Angststörungen oder Depressionen. 80-90% haben organische Gründe. [5]

Bei jungen Männern sind psychogene Erektionsschwierigkeiten deutlich häufiger als bei älteren Männern.

Der Hauptgrund für den Rückgang der Erektionsfähigkeit im Alter muss also organischer Natur sein.

Und das ist einfach erklärt. Denn viele Volkskrankheiten entwickeln sich schleichend und kommen erst nach Jahrzehnten zum Vorschein.

Die 4 häufigsten altersbedingten Risikofaktoren für Erektionsstörungen sind:

  • #1 Verkalkung der Blutgefäße (“Arteriosklerose”)

Verengt die Gefäße und reduziert dadurch die Durchblutung in den Penis. [6]

  • #2 Diabetes

Schädigt die Blutgefäße sowie die Nerven, welche für die Entstehung einer Erektion notwendig sind. [7, 8]

Ursachen für Erektionsstörungen im Alter
  • #3 Schwache Beckenbodenmuskulatur

In Studien konnte mehrfach nachgewiesen werden, dass eine schwache Beckenbodenmuskulatur mit einer reduzierten Erektionsfähigkeit einhergeht. [9, 10]

  • #4 Testosteronmangel

Statistisch gesehen reduziert sich der Testosteronspiegel eines durchschnittlichen Mannes ab dem 30. Lebensjahr um rund 1% pro Jahr. [11]

Sinkt das Testosteron jedoch so stark ab, dass es zu einem Testosteronmangel kommt, dann sind Erektionsstörungen fast immer die Folge.

>> 18 Ursachen eines Testosteronmangels

Viele weitere Risikofaktoren wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Bluthochdruck sind häufig nur ein Symptom der obigen Gesundheitsprobleme.

Das Gleiche gilt auch für Erektionsstörungen. Die Potenzprobleme selbst sind nicht das Problem, sondern das Symptom einer zugrundeliegenden Störung.

Warum gelten Erektionsschwierigkeiten im Alter als “normal”?

Weil du meist erst im höheren Alter die Rechnung dafür bekommst, wie du deinen Körper in den vergangenen Jahrzehnten behandelt hast.

Wichtig: Das heißt jetzt aber nicht den Kopf hängenzulassen. Denn viele dieser Auswirkungen können mit einem gesunden Lebensstil zu einem großen Teil rückgängig gemacht werden.

Es ist nie – wirklich niemals – zu spät, gesunde Gewohnheiten aufzubauen.

Gewohnheiten vs Potenz

Mit 20 Jahren erleben Männer meist ihren sexuellen Höhepunkt. Ab 30 Jahren soll jedoch die Potenz schleichend abnehmen.

Die ersten Symptome hiervon sind:

  • Der Penis benötigt eine stärkere und längere Stimulation, um steif zu werden.
  • Das Glied und insbesondere die Eichel sind nicht mehr 100% prall gefüllt, wie es früher einmal der Fall war.
  • Es wird zunehmend schwerer, den Penis erigiert zu halten
  • Der Penis steht zwar, geht aber nicht mehr so steil nach oben wie vor einigen Jahren.

>> Weiter zu: Die 8 Symptome von Erektionsstörungen

Bevor die Erektionsstörungen dauerhaft sind, gibt es meist eine längere Phase, in der es nur noch sporadisch klappt.

Es gibt jedoch auch viele 40, 50 und 60-jährige, die auch in einem höheren Alter durch die Änderung ihrer Gewohnheiten die Erektionsfähigkeit zurückerlangt haben.

Lass dich durch diese Zahlen also nicht entmutigen.

ZUSAMMENFASSUNG:

Die Ursache für Erektionsschwierigkeiten im Alter sind zusätzliche Risikofaktoren, welche vermehrt in einem höheren Alter auftreten. Das Alter selbst ist jedoch nicht die Ursache.

Behandlung bei Erektionsstörungen im Alter

Wenn Erektionsstörungen also nicht natürlich sind, was kannst du also tun, um deine Potenz zu erhöhen?

Schritt #1: Überwinde dein Schamgefühl

Falls du eine Partnerin hast, dann ist es eine gute Idee sie so früh wie möglich in den Prozess einzubinden.

Rede offen mit ihr darüber und mache ihr bewusst, dass es nichts mit ihr zu tun hat. Viele Frauen denken unterbewusst, dass du sie nicht mehr attraktiv genug findest.

Ich kann aus persönlicher Erfahrung sagen, dass dieser Schritt für mich einer der schwierigsten war. Und dennoch: So erleichtert habe ich mich zuvor noch nie gefühlt.

Mir war gar nicht bewusst, wie viele hunderte Kilogramm auf meiner Schulter lagen als ich das Thema für mich behalten habe.

Schwamgefühl bei Erektionsstörungen

Überwinde dein Schamgefühl heißt aber auch den Mut zu fassen und zum Urologen zu gehen.

Diesen Punkt scheuen viele Männer. Und das völlig zu Unrecht. Denn wie wir eingangs geklärt haben, gelten Erektionsstörungen in der heutigen Zeit als “normal”.

Und das wirst du auch beim Arzt feststellen: Für ihn ist das ein alltägliches, völlig normales Thema.

Schritt #2: Gehe auf Ursachenforschung

Der Arzt wird dich in aller Regel sowohl körperlich untersuchen als auch dein Blut testen. Das Ziel? Herauszufinden, was die Hauptursache deiner Erektionsstörungen sind.

Denn in aller Regel sind Erektionsprobleme multifaktoriell bedingt. Das bedeutet mehrere Faktoren spielen hier eine Rolle.

Zusätzlich zum Arztbesuch, rate ich eine eigene Recherche zu den Ursachen von Erektionsstörungen zu machen. Da hilft dir der folgende Artikel weiter.

>> Weiter zu: 19 Ursachen von Erektionsstörungen

Sehr häufig bleibt die genau Ursache unklar. Dennoch hilft dir diese Recherche die möglichen Risikofaktoren einzugrenzen. Damit du nicht komplett im trüben Wasser fischen musst.

Schritt #3: Arbeite an deinen Gewohnheiten

Bis der Arzt die Ursache herausgefunden hat, wird er dir in aller Regel ein paar Tipps an die Hand geben, wie du deine Erektionsfähigkeit selbst erhöhen kannst.

Dazu gehören:

Diese Faktoren werden definitiv deine Potenz steigern. Der Effekt setzt jedoch meist erst nach mehreren Wochen oder gar Monaten ein.

Das Motto lautet hier:

Gestalte deinen Alltag so gesund wie möglich.

Gewohnheiten vs Potenz

Es gibt allerdings auch Möglichkeiten, wie du deine Erektionsfähigkeit sofort steigern kannst.

Schritt #4: Entscheide dich für die geeigneten Soforthilfen

Die häufigsten Methoden mit sofortiger Wirkung sind:

  • Medikamente

Hier helfen PDE-5-Hemmer wie beispielsweise Viagra oder Cialis. In fast allen Fällen wirst du mit diesen medikamentösen Potenzmitteln ohne Probleme wieder eine Erektion bekommen.

Das Problem?

  • Sie sind rezeptpflichtig: Ohne Arztbesuch bekommst du also keine Tabletten.
  • Sie sind sehr teuer: Mit durchschnittlich mehr als 10 € pro Pille ist die Einnahme sehr kostenintensiv.
  • Sie kommen mit hohen Nebenwirkungen: Fast jeder Mann erlebt unerwünschte Nebenwirkungen durch die Einnahme von Viagra.
  • Sie überdecken nur die Symptome: Die Einnahme von PDE-5-Hemmern löst nicht die zugrundeliegende Ursache.

Viagra ist meiner Meinung nach eine tolle Erfindung, um in der Anfangszeit einer Potenzstörung das Selbstvertrauen wiederaufzubauen.

Langfristig solltest du jedoch versuchen, das zugrundeliegende Probleme zu lösen. Also die Ursache zu bekämpfen. Nähere Informationen findest du hier:

>> PDE-5-Hemmer | Wirkung, Erfahrungen & Alternativen

  • Natürliche Potenzmittel

Auf die Natur zurückzugreifen ist meiner Meinung nach immer eine gute Idee.

Bei zahlreichen pflanzlichen Potenzmitteln ist die Wirkung mehrfach nachgewiesen. Zudem haben sie in der Regel keinerlei Nebenwirkungen und sind im Vergleich zu Viagra äußerst günstig.

Du kannst sie außerdem rezeptfrei im Internet bestellen. Ein Arztbesuch ist hier nicht nötig.

Welche natürlichen Potenzmittel bei Erektionsstörungen am geeignetsten sind, erfährst du hier:

>> Top 10 natürliche Potenzmittel

  • Hausmittel

Auch verschiedene Hausmittel können Studien zufolge gegen Erektionsstörungen helfen. Eine vollständige Liste findest du hier:

>> 15 Hausmittel für härtere Erektionen

  • Mechanische Hilfsmittel

Anstatt auf die orale Einnahme von Tabletten und Kapseln zurückzugreifen, kannst du deine Erektionsfähigkeit auch mechanisch verbessern:

1) Der Penisring

Ein Penisring am Anfang des Schafts verringert den Blutabfluss aus dem Penis. Dadurch staut sich mehr Blut im Penis an und die Erektionen werden stärker.

Das hilft allerdings nur bei leichten bis mittelschweren Erektionsproblemen.

Mehr Infos findest du hier:

>> Penisring | Funktion, Wirkung & Benutzung bildlich erklärt

Mechanische Hilfsmittel gegen Erektionsprobleme

2) Die Penispumpe

Sind die Erektionsstörungen stärker, dann kann eine mechanische Pumpe dafür sorgen, dass der Penis erigiert.

Meist wird die Penispumpe zusammen einem Penisring benutzt, damit der Penis auch während dem Sex erigiert bleibt. Diese Methode ist äußerst effektiv.

Tiefere Informationen findest du hier:

>> Penispumpe | Funktion, Wirkung & Anwendung bildlich erklärt

  • Die Notlösung

In sehr schweren Fällen einer Erektionsstörung kommen auch Injektionen (“Schwellkörperinjektionstherapie”) oder Penisprothesen zum Einsatz. Das ist allerdings sehr selten.

Schritt #5: Teste, optimiere und bleib hartnäckig.

Es gibt immer eine Lösung, eine bestehende Erektionsschwäche überwinden zu können. Auch wenn es manchmal Monate oder gar Jahre dauert, bis man sie endlich gefunden hat.

Bis dahin gilt: Sei experimentierfreudig und konzentriere dich auf das, was tatsächlich funktioniert.

Bei mir hat es fast 2 Jahre gedauert, bis ich endlich herausfand, was ich ändern darf. Und im Nachhinein bin ich super dankbar für diese lange Zeitdauer.

Denn ohne diese Periode wäre mein derzeitiger Lebensstil niemals so gesund, wie er heute ist. Erektionsstörungen haben also auch definitiv eine positive Seite.

ZUSAMMENFASSUNG:

Die Behandlung bestehender Erektionsprobleme beginnt mit einem Arztbesuch und ist individuell sehr unterschiedlich. Für eine langfristige Heilung ist jedoch eine Änderung der derzeitigen Gewohnheiten unumgänglich.

Zusammenfassung

Ab dem 40. Lebensjahr leiden rund 40% der Männer an Erektionsstörungen. Pro Jahrzehnt soll sich der Anteil Studien zufolge um weitere 10% erhöhen.

Erektionsschwierigkeiten im Alter sind daher normal. Natürlich sind sie aber nicht. Denn der menschliche Organismus hat keinerlei natürliche Funktion, welche die Erektionsfähigkeit ab einem gewissen Alter einschränkt.

Das Altern selbst ist daher keine Ursache, sondern geht lediglich mit erhöhten Risikofaktoren wie beispielsweise Volkskrankheiten einher.

Denn viele chronische Krankheiten wie beispielsweise Diabetes oder Arteriosklerose entwickeln sich über mehrere Jahrzehnte, bevor sie sich bemerkbar machen.

Um die Erektionsfähigkeit wiederherstellen zu können, sollte zunächst die Hauptursache herausgefunden werden. Hier ist ein Arztbesuch sehr zu empfehlen.

Anschließend gilt es so viele ungesunde Gewohnheiten wie möglich mit gesunden auszutauschen. Denn je gesünder der Lebensstil, desto höher auch die Potenz.

In der Zwischenzeit können Soforthilfen wie beispielsweise PDE-5-Hemmer oder auch natürliche Potenzmittel bei der Erektionsfähigkeit aushelfen.

Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt:

Chris Corsen

Hi, ich bin Chris. Mit Mitte 20 hatte ich für ganze 2 Jahre mit Potenzproblemen zu kämpfen... bis ich nach unzähligen Arztbesuchen und Selbstexperimenten endlich herausfand, was wirklich hilft. Hier teile ich alles, was ich gelernt habe. Lies mehr.

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