Macht Lakritz impotent? Das sagen neue Studien [2020]


Lakritz und Impotenz

Lakritz wird aufgrund seines geringen Zucker- und Kaloriengehalts aktuell immer beliebter. Gleichzeitig steigt die Zahl der Männer mit Erektionsstörungen. Aber kann Lakritz wirklich zur Impotenz führen?

Der regelmäßige Konsum von Lakritz kann Studien zufolge den Testosteronspiegel erheblich senken. Infolgedessen kann es zur Impotenz und dem Verlust der Libido führen. Die Auswirkung soll jedoch lediglich bis zu vier Tage anhalten.

So viel zur kurzen Antwort. Dann lass uns nun das Thema etwas genauer unter die Lupe nehmen und die Frage klären, welche Regeln du beim Konsum von Lakritz zu beachten hast.

Los geht’s!

Was an Lakritz ist schädlich?

Lakritz wird aus dem Saft der Süßholzwurzel hergestellt. Im Norden Deutschlands ist es unter “schwarzem Gold” bekannt, im Süden wird die Süßigkeit meist “Bärendreck” genannt.

Für die Süße von Lakritz ist der Pflanzenstoff “Glycyrrhizin” verantwortlich. Er ist rund 50-fach süßer als gewöhnlicher Haushaltszucker.

Dieser Stoff soll im Körper jedoch auch eine schädliche Wirkung haben. Denn bei einem übermäßigen Konsum kann es zu Lakritz-Vergiftungen kommen.

Die Symptome hiervon sind:

  • Schwindelanfälle
  • Kopfschmerzen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Wassereinlagerungen
  • Bluthochdruck

Potenzprobleme wie beispielsweise der Verlust der Libido oder Erektionsstörungen sind hierbei eher Nebensache.

Lakritz-Vergiftungen vs. Potenz

Diese Auswirkungen gehen auf einen Kaliummangel (“Hypokaliämie”) zurück, welcher durch den Konsum von Lakritz verursacht wird.

In Dänemark ist Lakritz deutlich beliebter als in Deutschland. Hier sollen ganze 3% der Fälle eines Kaliummangels auf Lakritz zurückgehen.

Denn dort kann man Lakritz auch mit einem deutlich höheren Gehalt an Glycyrrhizin kaufen.

ZUSAMMENFASSUNG:

Das in Lakritz enthaltene Glycyrrhizin kann bei übermäßigem Konsum nicht nur die Potenz negativ beeinträchtigen, sondern auch erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

Lakritz und Impotenz

Bereits in den 90er Jahren wurde von einem italienischen Forscherteam nachgewiesen, dass Lakritz Enzyme hemmt, welche für die Testosteronproduktion notwendig sind.

Bei einem dauerhaften Konsum kam es hier zu einem Testosteronmangel, Libidoverlust und gar Erektionsstörungen.

Einige Wissenschaftler bezweifelten allerdings die Messmethode dieser Untersuchung und wiederholten deshalb die gleiche Studie an 25 Männern.

Das Resultat?
Der Konsum von 7 g Lakritz pro Tag über einen Zeitraum von einer Woche reduzierte das Testosteron um durchschnittlich 26%. [1]

Zum Vergleich: 7 g entspricht rund ⅔ einer einzigen Lakritzschnecke (10 g).

Dennoch gab es Gerüchte, dass diese Wirkung lediglich Männer betrifft und Lakritz bei Frauen sogar die Libido steigern soll.

Nicht umsonst gibt es das Sprichwort: “Lakritz macht spitz!

Das war der Grund warum im Anschluss die Auswirkung von 3.5 g Lakritz an Frauen untersucht wurde. Das entspricht etwa ⅓ einer Lakritzschnecke.

Das Ergebnis?
Der Testosteronspiegel sank um durchschnittlich 32%. [2]

In dieser Studie wurde sogar extra ein Monatszyklus abgewartet, damit die Hormonwerte vergleichbar sind.

Lakritz vs. Potenz

Der Testosteronspiegel und die sexuelle Lust korrelieren sehr stark. [3] Es ist also davon auszugehen, dass Lakritz auch bei Frauen die Potenz verringert.

Zudem spielt das männliche Sexualhormon eine Schlüsselrolle für die Erektionsfähigkeit des Mannes.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass Männer mit einem Testosteronmangel sehr häufig mit Erektionsstörungen zu kämpfen haben.

Ich kann hiervon ein Lied von singen. Denn mit Mitte 20 hatte ich für ganze 2 Jahre mit Erektionsproblemen zu kämpfen. Die Ursache? Ein unerklärlicher Testosteronmangel.

Zurück zu Lakritz.

Da man nicht genau wusste, was genau in Lakritz impotent macht, wurde die Einnahme des reinen pflanzlichen Stoffes “Glycyrrhizin” an 18 Männern getestet.

Das Resultat?
Die Testosteronwerte sanken um durchschnittlich 37%. [4]

Zudem wurde in dieser Studie herausgefunden, dass die Auswirkung auf die Potenz und das Testosteron lediglich kurzfristiger Natur sind.

Denn vier Tage nach der Einnahme war der Hormonhaushalt wieder beim Alten.

ZUSAMMENFASSUNG:

Selbst geringe Mengen von Lakritz können die Potenz vorübergehend sehr stark negativ beeinflussen. Bei einem übermäßigen Konsum kann es zu einem Testosteronmangel, Libidoverlust und zur Impotenz führen.

>> Weiter zu: 18 Ursachen eines Testosteronmangels

Wie viel Lakritz ist unbedenklich?

Hier müssen wir zwei Sichtweisen unterscheiden:

  • #1 Für die Gesundheit

Laut dem Europäischen Lebensmittelausschuss gelten 100 mg Glycyrrhizin pro Tag als oberer Grenzwert. [5]

Das Problem? Der Glycyrrhizin-Gehalt in Lakritz ist von Marke zu Marke unterschiedlich. Aus diesem Grund müssen Verpackungen in Europa entsprechend gekennzeichnet werden:

> 200 mg Glycyrrhizin pro 100 g = “Starklakritz”

In der Praxis ist es üblich, dass zwischen “Erwachsenenlakritz” und “Kinderlakritz” unterschieden wird. Gemeint ist damit jeweils der Gehalt an Glycyrrhizin.

Rund 50-500 mg Glycyrrhizin pro 100 g sind in deutschen Süßigkeiten üblich. Um die gesundheitliche Obergrenze zu überschreiten, reichen folgende Mengen bereits aus:

  • 20-200 g Lakritz
  • 2-20 Lakritzschnecken

In geringen Mengen soll Lakritz sogar gesundheitsförderlich sein. Nicht umsonst wird die Süßholzwurzel seit über 4.000 Jahren in Ägypten als Heilmittel eingesetzt. [6]

Es soll durch seine Antioxidantien Entzündungen hemmen, Viren bekämpfen und den Cholesterinspiegel senken.

Unbedenklicher Lakritzkonsum für Gesundheit & Potenz
  • #2 Für die Potenz

Wie du bereits in den obigen Studien gesehen hast, können bereits wenige Gramm Lakritz den Testosteronspiegel massiv senken und zur vorübergehenden Impotenz führen. [7, 8, 9]

Solltest du bereits in der Vergangenheit mit Potenzproblemen zu tun gehabt haben, dann rate ich vom Konsum ab.

Denn immer häufiger treten Fälle auf, in denen Ärzte über Jahre die Ursache bestehender Erektionsstörungen nicht herausfinden.

Bis dann schließlich eine Magenspiegelung durchgeführt wird und höhere Mengen an dem in Lakritz enthaltenen Glycyrrhizin festgestellt werden.

ZUSAMMENFASSUNG:

Für die Gesundheit gelten 100 mg Glycyrrhizin (2-20 Lakritzschnecken) als Obergrenze. Bei vorhandenen Potenzproblemen wird jedoch vom Konsum abgeraten.

>> 19 Ursachen von Erektionsstörungen

Faustregeln für den Lakritzkonsum

Der schädliche Stoff “Glycyrrhizin” ist lediglich in echtem Lakritz enthalten, welches aus der Süßholzwurzel hergestellt wurde.

Hier solltest du beim Konsum folgende Regeln beachten:

  • #1 Nicht regelmäßig konsumieren
  • #2 Nicht in größeren Mengen einnehmen

Aufgepasst! Lakritz gibt es in vielen Formen.

Lakritz Süßigkeiten
Lakritz

“Unechtes” Lakritz besteht lediglich aus Zucker, Farbstoffen und Bindemittel.

Zucker kann zwar ebenfalls das Testosteron und damit die Potenz senken, hat jedoch deutlich geringere Auswirkungen als Glycyrrhizin. [10]

Hier gilt folglich die Regel: Die Menge macht das Gift.

ZUSAMMENFASSUNG:

Um Potenzprobleme und gesundheitsschädigende Auswirkungen vorzubeugen, sollte Lakritz nur gelegentlich und in geringen Mengen konsumiert werden.

Zusammenfassung

Lakritz enthält größere Mengen an Glycyrrhizin. Dieser Stoff ist sowohl für die Süße als auch für die gesundheitsschädigende Wirkung verantwortlich.

In mehreren Studien an Menschen konnten wenige Gramm Lakritz bereits massiv in den Hormonhaushalt von Männern und Frauen eingreifen.

Bei einem regelmäßigen Konsum kann Lakritz dadurch zur Impotenz führen. Die Auswirkungen sind jedoch lediglich von kurzer Dauer.

Aus gesundheitlicher Sicht wurden bis zu 100 mg Glycyrrhizin als sicher eingestuft. Je nach Marke könnten folglich 2-20 Lakritzschnecken pro Tag konsumiert werden.

Um Erektionsstörungen und andere Symptome eines Testosteronmangels vorzubeugen, empfiehlt Chris jedoch den kompletten Verzicht auf Lakritz.

Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt:

Chris Corsen

Hi, ich bin Chris. Mit Mitte 20 hatte ich für ganze 2 Jahre mit Potenzproblemen und einem niedrigen Testosteron zu kämpfen... bis ich nach unzähligen Arztbesuchen und Selbstexperimenten endlich herausfand, was wirklich hilft. Hier teile ich alles, was ich gelernt habe. Lies mehr.

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