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Kavaliersschmerzen | Ursachen, Behandlung & Soforthilfe


Kavaliersschmerzen - Ursachen, Behandlung & Soforthilfe

Schätzungsweise 50% der Männer haben bereits Kavaliersschmerzen erlebt. Aber was ist das eigentlich? Wie entstehen sie und sind sie gefährlich?

In diesem Artikel lernst du das A-Z über Kavaliersschmerzen. Zudem erhältst du Tipps aus eigener Erfahrung wie du sie so schnell wie möglich loswirst.

Los geht’s!

Was sind Kavaliersschmerzen?

Was sind Kavaliersschmerzen?

Kavaliersschmerzen bezeichnen Schmerzen in der Hodengegend, die nach einer sexuellen Erregung eintreten können, sofern kein Samenerguss stattgefunden hat.

Die Schmerzen können auch während einer sexuellen Erregung eintreten und bis hoch zur Leiste ziehen.

Aus persönlicher Erfahrung würde ich sagen, dass der Schmerz vergleichbar damit ist, einen Ball auf die Hoden zu bekommen.

Woher kommt der Name?

Ein Kavalier ist ein Mann, der Frauen gegenüber sehr taktvoll, zuvorkommend und hilfsbereit ist.

Kavaliersschmerzen sind daher ein Ausdruck für den rücksichtsvollen Verzicht oder das Zurückhalten der eigenen Befriedigung zugunsten der Frau.

Die Schmerzen sind allerdings auch unter anderen Namen bekannt:

Blaue Hoden, Bräutigamsschmerzen und Hodenkrampf
  • Bräutigamsschmerzen

Dieser Begriff kommt daher, dass es früher Männern oft erst erlaubt war, nach der Hochzeit das erste Mal Sex zu haben.

In der Verlobungsphase kam es jedoch öfters zu starken Erregungen, ohne dass ein Samenerguss stattfinden durfte. Die Folge waren “Bräutigamsschmerzen”.

  • Blaue Hoden

Blaue Hoden kommen vom englischen Begriff für Kavaliersschmerzen: “blue balls”.

Der Grund? Durch die lange Erregung wird Blut in den Hoden angestaut, was dazu führen kann, dass sie sich leicht blau verfärben.

  • Hodenkrampf

Dieser Begriff hat sich im Volksmund etabliert. Er wird oft von Laien zur Beschreibung der Symptome benutzt, die zuvor noch nicht von “Kavaliersschmerzen” gehört haben.

ZUSAMMENFASSUNG:

Kavaliersschmerzen bezeichnen die Schmerzen im Hoden- und Leistenbereich, die während oder nach einer sexuellen Erregung eintreten können, wenn keine Ejakulation stattfindet.

Sie sind auch unter “Bräutigamsschmerzen”, “blaue Hoden” oder “Hodenkämpfen” bekannt.

Ursachen

Kavaliersschmerzen werden NICHT durch die Ansammlung von Sperma verursacht. Hier handelt es sich um einen Mythos. Denn ein “Samenstau” ist biologisch nicht möglich.

Die tatsächliche Ursache? Eine durch Blutstau verursachte Verkrampfung der Muskelfasern am Penis und den Hoden.

Okay, lass uns das etwas genauer anschauen.

Bei der Entstehung einer Erektion wird nicht nur die Blutzufuhr in den Penis stark erhöht, sondern auch der Blutabfluss verringert.

Die Erektion ist im Grunde nichts weiter als ein Ungleichgewicht zwischen dem Blutzufluss der Arterien und dem Blutabfluss der Venen. Die Blutmenge in den Hoden nimmt hier um 30-40% zu.

Entstehung von Kavaliersschmerzen

Die Weitung sowie die Verengung der Blutgefäße wird mit Hilfe von Muskeln erreicht (“glatte Muskulatur”):

  • Entspannung → Weitung der Blutgefäße
  • Spannung → Verengung der Blutgefäße

Wird jedoch die Spannung in den Muskeln zu lange gehalten, können die einzelnen Muskelfasern verkrampfen.

Das ist vergleichbar mit einem Krampf im Nacken, der durch dauerhafte Anspannung (z.B. Stress) entstehen kann.

Diese Verkrampfung drückt schließlich auf die im Penis und den Hoden befindlichen Nervenenden. Das Resultat? Kavaliersschmerzen.

P.S. Zwischen Kavaliersschmerzen und einer erektilen Dysfunktion besteht kein Zusammenhang. Mehr Infos findest du hier: Ursachen von Erektionsstörungen

ZUSAMMENFASSUNG:

Kavaliersschmerzen entstehen durch eine Verkrampfung der Muskeln im Penis und den Hoden. Sie werden durch das gestaute Blut bei einer längeren sexuellen Erregung ausgelöst.

Häufige Auslöser

Kavaliersschmerzen treten besonders häufig bei folgenden Personengruppen auf:

  • Sexuell unerfahrene Männer bzw. Jungs
  • Männer, die lange Zeit abstinent gelebt haben

Der Grund? Hier werden sämtliche Aspekte rund um die Sexualität deutlich intensiver wahrgenommen. Der Körper ist nicht an sie gewohnt.

Ein einfacher Kuss oder ein leichtes Streicheln kann hier bereits eine starke sexuelle Erregung auslösen.

Bei Männern, die “im Training” sind, ist dies dagegen seltener. Sie sind an die sexuellen Reize gewohnt.

Auslöser für Kavaliersschmerzen

Darüber hinaus gibt es verschiedene Situationen, in denen Kavaliersschmerzen vermehrt vorkommen:

  • Bei neuen Beziehungen, wenn die Frau noch nicht bereit für Sex ist
  • Wenn man mitten beim Sex unterbrochen wurde (z.B. durch Kinder oder einen wichtigen Anruf)
  • Am Anfang einer Abstinenz (z.B. bei einer “NoFap”-Challenge)
  • Bei Veranstaltungen oder in der Öffentlichkeit, wenn Sex gerade nicht möglich ist und man sexuell gereizt wird
  • Am Morgen nach erotischen Träumen
  • Wenn in Gruppen oder der Öffentlichkeit vermehrt Pornos angeschaut werden, ohne dass zeitnah ein Samenerguss stattfindet
  • Nach einer Vasektomie (der Sterilisation des Mannes)

Nicht jeder Mann erlebt Kavaliersschmerzen. Es ist wie bei Krämpfen im Fußball: Manche sind dafür anfälliger, andere weniger. Es ist aber nicht unüblich, denn:

Laut einer Umfrage sollen ganze 75% der Frauen bereits von einem Mann gesagt bekommen haben, dass er gerade Kavaliersschmerzen hat. [1]

ZUSAMMENFASSUNG:

Kavaliersschmerzen kommen insbesondere bei unerfahrenen oder abstinenten Männern vor. Auch verschiedene Situationen wie beispielsweise eine neue Beziehung sind häufige Auslöser.

Folgendes Video fand ich hierzu ebenfalls hilfreich:

Sind Kavaliersschmerzen gefährlich?

Sind Kavaliersschmerzen gefährlich?

Nein. Kavaliersschmerzen stellen keine gesundheitliche Gefahr dar. Sie verursachen lediglich akute Schmerzen, die jedoch keine schädliche Auswirkung auf den Körper haben.

Diese Hodenschmerzen können je nach Erregungsgrad mehrere Minuten bis hin zu mehreren Stunden anhalten.

Erwähnenswert ist hier, dass die Schmerzen vom Hoden und Penis ausstrahlen können. Selbst der Unterbauch oder der Rücken können hier also schmerzen.

SCHON GEWUSST?

Frauen können ebenfalls “Kavaliersschmerzen” bekommen. Da es jedoch relativ selten ist, gibt es hierfür bisher keine offizielle Bezeichnung.

Auch hier handelt es sich um eine durch Erregung verursachte Verkrampfung der Muskeln. Schädliche Auswirkungen gibt es ebenfalls keine.

ZUSAMMENFASSUNG:

Kavaliersschmerzen gehen mit keinen schädlichen Auswirkungen für die Gesundheit einher. Lediglich die Schmerzen müssen hier ertragen werden. Eine ernsthafte Gefahr besteht in der Regel nicht.

Behandlung

Grundsätzlich hast du drei Therapiemöglichkeiten gegen Kavaliersschmerzen:

  • 1) Zum Samenerguss kommen

Die mit Abstand effektivste Behandlung ist die Verkrampfung durch eine Ejakulation abzubauen.

Der Samenerguss führt nicht nur dazu, dass die Durchblutung im Penis abnimmt, sondern löst auch die Ausschüttung mehrerer Hormone aus.

Dieser Hormoncocktail aus Oxytocin, Endorphinen und anderen Hormonen entspannt nicht nur den Kopf, sondern auch den gesamten Körper.

Die Verkrampfung im Hodenbereich wird dadurch gelöst und die Kavaliersschmerzen verschwinden.

Es dauert dennoch meist rund 30 Minuten nach der Ejakulation bis die Schmerzen vollends weg sind. In Einzelfällen kann es bis zu 3 Stunden dauern.

In der Theorie könnte auch die Partnerin den Samenerguss auslösen. In der Praxis sind die Schmerzen aber meist so groß, dass der Mann sich selbst befriedigt.

Und ja, das ist sehr unangenehm. Bei mir waren die Schmerzen teilweise so stark, dass mein Penis nur noch zu rund 70% steif wurde.

Behandlung von Kavaliersschmerzen
  • 2) Abwarten und die sexuellen Reize verringern

Diese Strategie wird nur dann empfohlen, wenn ernste Gründe gegen einen Samenerguss sprechen (z.B. religiöse Gründe).

Der Grund? Es dauert in der Regel deutlich länger bis die Schmerzen wieder weg sind.

Essenziell ist hier, dass du dich ablenkst. Gehe spazieren, arbeite oder schaue TV. Stelle sicher, dass dein Körper in dieser Zeit nicht im Geringsten sexuell stimuliert wird.

Auch leichte Übungen, die den Kreislauf in Schwung bringen, können helfen. Durch Kniebeugen oder Treppensteigen wird das gestaute Blut schneller freigegeben.

  • 3) Kühlen

Sowohl bei Methode 1 (Onanieren) als auch Methode 2 (Abwarten) empfiehlt sich zudem das Kühlen der Hoden.

Wichtig: Auf keinen Fall solltest du Eiswürfel oder Kühlpads direkt auf die Genitalien legen. Die Wahrscheinlichkeit von Kälteschäden ist hier besonders hoch.

Bessere Alternativen sind:

  • Ein nasses, kaltes Handtuch
  • In ein Handtuch eingewickelte Kühlpads
  • Eine kalte Dusche

Bei mir persönlich half eine lange kalte Dusche am besten.

ZUSAMMENFASSUNG:

Beim Einsetzen von Kavaliersschmerzen empfiehlt sich der sofortige Samenerguss mit anschließendem Kühlen. Das ist die effektivste Variante.

Sollte eine Ejakulation (aus welchen Gründen auch immer) nicht möglich sein, hilft Ablenkung, leichte Übungen und ebenfalls Kühlen.

Wann solltest du zum Arzt gehen?

In 4 Fällen ist ein Arztbesuch sinnvoll:

  • 1) Die Schmerzen gehen nicht weg

Sollte trotz einem Samenerguss noch 3 Stunden später Schmerzen bestehen, ist ein Arztbesuch ratsam. Hier könnten andere Ursachen der Grund sein.

  • 2) Die Kavaliersschmerzen werden von einer Dauererektion begleitet

Eine Dauererektion ist eine länger als 4 Stunden anhaltende Erektion, ohne dass sexuelle Reize bestehen. Es handelt sich dabei meist um eine Blutabflussstörung.

Hier sollte unmittelbar der Arzt aufgesucht werden. Bei Inaktivität kann eine Dauererektion eine dauerhafte erektile Dysfunktion auslösen.

Wann bei Bräutigamsschmerzen zum Arzt

Dieses Bild darf verwendet werden mit Namensnennung: “Potenz-Tipps.de” + Link zu diesem Artikel.

  • 3) Die Schmerzen sind einseitig

Kavaliersschmerzen sind fast immer beidseitig. Sollten die Schmerzen nur auf einer Seite auftreten, dann kann hierfür eine Entzündung der Nebenhoden verantwortlich sein.

  • 4) Die Schmerzen sind zu groß

Ein Arzt kann dir hier geeignete Schmerzmittel verschreiben. Von der Einnahme von Medikamenten ohne ärztlichen Rat wird abgeraten.

ZUSAMMENFASSUNG:

Der Arzt sollte spätestens dann konsultiert werden, wenn die Schmerzen nicht weggehen oder einseitig sind, eine Dauererektion besteht oder die Schmerzen zu groß sind.

Vorbeugung

Einige Männer neigen häufiger zu Kavaliersschmerzen als andere. Was kannst du also tun, wenn sie regelmäßig eintreten?

  • 1) Offenes Gespräch mit der Partnerin

Die meisten Frauen haben den Begriff “Kavaliersschmerzen” noch nie gehört und wissen auch nicht, dass so etwas existiert. Hier solltest du sie darüber aufklären was es ist und wie es entsteht.

Du kannst ihr auch einfach diesen Artikel zeigen.

Ich weiß aus persönlicher Erfahrung wie unangenehm das sein kann. Aber es nimmt dir so unfassbar viel Ballast von den Schultern, wenn du offen damit umgehst. Glaube mir.

Ich habe mit 16 Jahren zum ersten Mal Kavaliersschmerzen erlebt. Ich bin damals heimlich aufs Klo geflüchtet, um zu googeln, warum meine Hoden so verdammt weh tun.

Ich hatte aber erst beim zweiten Mal den Mumm meiner damaligen Freundin zu sagen, was mit mir los ist. Sie war total verständnisvoll und super hilfsbereit.

Nach dem “Aufklärungsgespräch” könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr diese längere Erregungsdauer verhindern könnt.

Das ist besonders dann wichtig, wenn noch kein Geschlechtsverkehr stattfindet (z.B. im Teenager-Alter).

Verbeugung von Kavaliersschmerzen
  • 2) Regelmäßiges Masturbieren

Je mehr du an die körperliche Erregung gewohnt bist, desto weniger oft entstehen Kavaliersschmerzen.

Warum masturbieren gesund ist und wie oft pro Woche ideal ist, erfährst du hier: Ist Masturbieren gesund?

Zudem kann es helfen, kurz vor dem Treffen mit der Freundin bereits “präventiv” zu masturbieren. Der Penis wird dadurch für mehrere Stunden weniger sensibel.

  • 3) Verkürzung der Zeit zur Ejakulation

Solltet ihr sehr langen Sex haben wollen, dann empfiehlt es sich mehrmals zwischendurch zum Höhepunkt zu kommen.

Zudem könnt ihr das Vorspiel kürzer gestalten und euch beispielsweise mehr auf die Frau fokussieren.

ZUSAMMENFASSUNG:

Zur Vorbeugung hilft ein offenes Gespräch mit dem Partner, regelmäßiges masturbieren und den Zeitraum zur Ejakulation zu verkürzen.

Zusammenfassung

Die Schmerzen in der Hodengegend nach einer sexuellen Erregung ohne Samenerguss werden “Kavaliersschmerzen” genannt.

Umgangssprachlich werden sie auch als “blaue Hoden”, “Bräutigamsschmerzen” oder “Hodenkrämpfe” bezeichnet.

Sie werden durch Krämpfe in den Muskeln am Penis und den Hoden ausgelöst. Der Schmerz ist bis in die Leiste oder den unteren Bauch spürbar.

Besonders häufig treten sie bei unerfahrenen Männern oder nach einer langen Abstinenz auf. Gesundheitliche Schäden können hierdurch jedoch nicht entstehen.

Als Behandlung hilft eine unmittelbare Ejakulation sowie moderates Kühlen der Hoden.

Der Arzt sollte lediglich aufgesucht werden, wenn die Schmerzen mit einer Dauererektion einhergehen, nur einseitig auftreten, zu stark oder dauerhaft sind.

Bei regelmäßigen Kavaliersschmerzen hilft es proaktive Maßnahmen zur Vorbeugung zu treffen. Ein Gespräch mit dem Partner ist hier die erste Wahl.

Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt:

Chris Corsen

Hi, ich bin Chris. Mit Mitte 20 hatte ich für ganze 2 Jahre mit Potenzproblemen zu kämpfen... bis ich nach unzähligen Arztbesuchen und Selbstexperimenten endlich herausfand, was wirklich hilft. Hier teile ich alles, was ich gelernt habe. Lies mehr.

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