Handystrahlung | Macht das Handy impotent & unfruchtbar?


Handystrahlung und Impotenz und Unfruchtbarkeit

Handystrahlung soll laut Medien zu Krebs, Impotenz und Unfruchtbarkeit führen. Es wird als “kleines Fukushima in der Hosentasche” bezeichnet und soll auch den Testosteronspiegel senken. Aber was ist wirklich dran?

Ich habe mir die wissenschaftliche Datenlage genauer angeschaut und war vom Ergebnis überrascht.

Los geht’s!

Was ist Handystrahlung?

Bei Handystrahlung handelt es sich um elektromagnetische Strahlung, umgangssprachlich auch “Mikrowellenstrahlung” genannt.

Strahlung ist aber nicht gleich Strahlung. Grundsätzlich unterscheiden sich Strahlungen in:

  • Ionisierende Strahlung
  • Nicht-ionisierende Strahlung

Aber was ist der Unterschied?

Ionisierende Strahlung hat genügend Energie, um Atome und Moleküle aufzuladen. Es kann einzelne Atome herauslösen. Und das ist gefährlich.

Denn das kann zur Folge haben, dass unser Erbgut verändert werden kann. Beispiele davon sind Röntgenstrahlen und Gammastrahlen.

Handystrahlung gehört nicht dazu. Diese gehört zu den nicht-ionisierenden Strahlungsarten. Genauso wie Radio, Fernseher und die Mikrowelle.

Diese Strahlung hat nicht genügend Energie, um einzelne Atome herauszulösen. Auf Deutsch: Die Strahlung hat lediglich die Kraft Dinge aufzuwärmen.

SCHON GEWUSST?

Unsere Nervenzellen arbeiten mit Elektrizität. Jede Sekunde schickt dein Körper zahlreiche elektrische Impulse, um alle Funktionen aufrechtzuerhalten. Gäbe es also keine Strahlung, dann könnten wir nicht überleben.

Getrennt werden beide Strahlungsarten vom erkennbaren Licht. Ja, du liest richtig. Licht ist ebenfalls eine elektromagnetische Strahlung.

Elektromagnetische Strahlung Übersicht

Dieses Bild darf verwendet werden mit Namensnennung: “Potenz-Tipps.de” + Link zu diesem Artikel.

Als Faustregel wird in der Strahlenforschung (“Radioökologie”) gesagt:

Ionisierende Strahlung ist gefährlich.
Nicht-ionisierende Strahlung ist sicher.

Aber stimmt das wirklich? Oder kann die Strahlung vom Handy tatsächlich impotent und unfruchtbar machen?

Lass uns das mal unter die Lupe nehmen.

ZUSAMMENFASSUNG:

Handystrahlung gehört zu den nicht-ionisierenden Strahlungsarten. Sie hat damit nicht genügend Energie, um Atome herauszulösen und das Erbgut zu ändern. Forscher bezeichnen sie deshalb als “sicher”.

Macht Handystrahlung impotent?

Stand 2020 gibt es 63 Millionen Handys in Deutschland. [1] Sie sind überall und kaum mehr wegzudenken. Selbst wenn du selbst kein Handy besitzt, bekommst du regelmäßig ihre Strahlung ab.

Aber wie stark strahlt denn so ein Handy? Und reicht es um impotent zu werden?

Hier die kurze Antwort: Nein, höchstwahrscheinlich nicht. Aktuelle Studien können keinen konstanten Zusammenhang zwischen Impotenz und Handystrahlung nachweisen.

Handystrahlung macht nicht impotent

Aber wie kommt’s?

Lass uns hierzu zunächst die aktuellen Studien anschauen. Denn die Studienlage ist gigantisch groß.

Allein die Datenbank des Forschungszentrums für elektromagnetische Strahlung umfasst mehr als 30.000 wissenschaftliche Publikationen. [2]

Allein in dieser Sekunde laufen aktuell mehr als 1000 weitere Studien rund um das Thema Strahlung und die Auswirkung auf verschiedenste Gesundheitsaspekte.

Aus diesem Grund ergibt es keinen Sinn einzelne Untersuchungen anzuschauen, sondern sich an Metastudien zu wenden: das sind Studien über Studien.

Trotz der Tatsache, dass sich einzelne Studien finden lassen, die eine potenzielle Auswirkung auf die Potenz nachweisen, konnte der überwiegende Teil der Untersuchungen keinen ursächlichen Zusammenhang nachweisen. [3]

Die meisten negativen Studien können entweder nur eine Korrelation nachweisen oder haben methodische Mängel. Manche beinhalten beides.

Hierzu ein Beispiel:

In einer Studie wurden 20 Männer untersucht. 10 davon hatten Erektionsstörungen, die anderen 10 waren komplett gesund.

Die Männergruppen wurden so ausgewählt, dass sie in etwa gleich alt, gleich groß und gleich schwer waren. Soweit so gut.

Anschließend mussten sie einen Fragebogen ausfüllen, um ihre Gewohnheiten zur Handynutzung analysieren zu können.

Das Ergebnis: Die Gruppe impotenter Männer hatte im Schnitt ihr Handy um 2,5 Stunden pro Tag länger angeschaltet und war deshalb einer größeren Strahlung ausgesetzt. [4]

In den Medien steht daher dick und fett:

Handystrahlung macht also impotent!
Das Fukushima in der Hosentasche.

Siehst du was hier passiert ist?

Aus einer Korrelation wurde ein Kausalität gemacht. Aber was ist der Unterschied?

  • Kausalität: Eine Stunde Joggen verbrennt im Schnitt ca. 400 Kalorien. Du verbrennst also aufgrund des Joggens Kalorien (Ursache-Wirkung).
  • Korrelation: Statistisch gesehen ist es wahrscheinlicher, dass an eben jenen Tagen, wenn besonders viel Eis gegessen wird auch mehr Sonnenbrände behandelt werden. Mehr Eis zu essen führt aber nicht zu Sonnenbrand! Es korreliert nur.
Unterschied Kausalität und Korrelation

 

Zurück zur Studie: Impotenz ist eine Erkrankung mit zahlreichen möglichen Ursachen. Es kann also nicht ausgeschlossen werden, dass andere Faktoren ebenfalls dazu beitragen.

Zudem kommen mehrere methodische Mängel hinzu:

  • Es wurde mittels eines Fragebogens nach den Gewohnheiten gefragt. Aber wie gut können die Teilnehmer tatsächlich ihre eigenen Gewohnheiten einschätzen? Und woher weiß man, ob sie die Frage richtig verstanden haben?
  • Bei nur 10 Teilnehmer pro Gruppe ist der Zufalls-Aspekt viel zu hoch. Denn bereits ein einzelner Ausreißer kann das Ergebnis maßgeblich verzerren.

Von dieser Art Studie gibt es zum Thema Handystrahlung buchstäblich hunderte.

Eine kritische Untersuchung tausender Studien zum Thema konnte aber bisher keinen Zusammenhang zwischen Handystrahlung und erektiler Dysfunktion nachweisen. [5]

Der Grund ist, dass Handystrahlung angeblich einzig und allein Wärme produzieren kann. Und zwischen Wärme und Impotenz ist bisher kein Zusammenhang bekannt.

ZUSAMMENFASSUNG:

Stand aktueller Forschung ist Handystrahlung nicht in der Lage Impotenz zu verursachen. Es wurden lediglich vereinzelte Korrelationen nachgewiesen. Der überwiegende Teil der tausenden Studien schließt allerdings eine Kausalität aus.

Macht Handystrahlung unfruchtbar?

Bevor wir starten, lass uns kurz zwei Begriffe klären.

Was ist der Unterschied zwischen Impotenz und Unfruchtbarkeit?

  • Impotenz = Unfähigkeit, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu bekommen.
  • Langfristige Impotenz = Erektile Dysfunktion (> 6 Monate)
  • Kurzfristige Impotenz = Erektionsstörung (<6 Monate)
  • Unfruchtbarkeit = Unfähigkeit, ein Kind zeugen zu können.
Unterschied Unfruchtbarkeit und Impotenz

Wir haben gerade schon festgestellt, dass Handystrahlung vermutlich keine Impotenz erzeugen kann. Es beeinflusst also nicht deine Erektionen.

Aber kann es deine Fruchtbarkeit beeinträchtigen? Und welche Faktoren bestimmen überhaupt die Fruchtbarkeit des Mannes?

Zwei Dinge:

  • Anzahl der Spermien
  • Spermienqualität

Jetzt wirds interessant. Und gruselig. Denn Spermien sind sehr wärmeempfindlich.

Das dürfte dir bereits aus diesem Artikel bekannt sein: Macht die Sitzheizung impotent?

Hier kurz die Basics:

  • Die durchschnittliche Temperatur der Hoden (und folglich auch deiner Spermien) beträgt 35°C
  • Ab 37°C gleichen deine Spermien einem verbrannten Toast

Handystrahlung ist zwar nicht-ionisierend, aber dennoch eine Strahlenart, die Wärme produzieren kann.

Wir müssen uns also 2 Dinge genauer anschauen:

  • 1) Wie groß ist die Strahlung, die vom Handy ausgeht?
  • 2) Reicht diese Strahlung aus, um deine Spermien buchstäblich zu grillen?

Die Handystrahlung wird mittels eines SAR-Wertes angegeben. SAR steht für “Spezifische Absorptionsrate”. Das gibt an wie viel Strahlung vom menschlichen Körper aufgenommen wird.

Jedes Handymodell hat eine andere Strahlenbelastung. Der Wert wird in der Regel in Watt pro Kilogramm angegeben.

Um Handys miteinander vergleichen zu können, hat sich folgende Skala etabliert:

Handystrahlung Skala

Aber wie hoch ist die Strahlung deines Handys?

Hier ist eine Liste der gängigsten Smartphones:

  • Samsung: 0,2-0,5 W/Kg; Nutzerquote in Deutschland: 35%
  • iPhone: 0,9-1,3 W/Kg; Nutzerquote in Deutschland: 19% 
  • Nokia: 0,6-0,8 W/Kg; Nutzerquote in Deutschland: 10%
  • Huawei: 0,4-0,7 W/Kg; Nutzerquote in Deutschland: 7%
  • Sony: 0,4-1 W/Kg; Nutzerquote in Deutschland: 5%
  • LG: 0,3-0,6 W/Kg; Nutzerquote in Deutschland: 5%
  • HTC: 0,4-0,6 W/Kg; Nutzerquote in Deutschland: 3% 

Die Prozentzahl gibt an wie viele Deutsche laut Statista ein Handy dieser Marke haben. [6] Und ja, ich war auch total baff zu erfahren, dass 10% der Deutschen noch ein Nokia besitzen 😅

Der Strahlungsbereich dient nur der groben Orientierung. Fast jede Marke hat einzelne Modelle, die besonders gut oder besonders schlecht abschneiden.

Wie viel dein Handy wirklich strahlst, kannst du beim Bundesamt für Strahlenschutz herausfinden.

Mein nicht-Mainstream Handy von Google (“Pixel 3”) schneidet hier mit 1,33 W/Kg im Vergleich besonders schlecht ab. 😭

Jetzt zu den guten Neuigkeiten: Laut Experten gilt jegliche Strahlung von unter 2 Watt pro Kilogramm als unbedenklich.

Aber ist unbedenklich wirklich unbedenklich?

Lass uns hierzu einige Studien anschauen:

  • In einer Studie von knapp 1500 Spermien-Proben wurde die Auswirkung von Handystrahlung gemessen. Das Resultat: Die Spermienqualität nahm um 8% ab. [7]
  • In einer Studie an 32 Männern wurde der Einfluss einer fünf-stündigen Handystrahlung untersucht. Das Ergebnis: Die Spermien der Männer mit Bestrahlung waren weniger mobil als die der Vergleichsgruppe. Die Qualität also schlechter. [8]
  • In einer Untersuchung zahlreicher Studien wurde eine Korrelation zwischen Handystrahlung und einer leicht verringerten Spermienzahl und -qualität nachgewiesen [9]

Es ist also wahr. Handystrahlung hat einen negativen Einfluss auf unsere Spermien.

Die Ursache wird der Wärmeentwicklung des Handys zugeschrieben. Insbesondere dann, wenn es in der vorderen Hosentasche getragen wird.

Handy in Hosentasche macht Unfruchtbar

Unklar ist allerdings derzeit noch, ob die Verschlechterung tatsächlich groß genug ist, um das Zeugen eines Kindes zu verhindern. Also ob die Strahlung allein ausreicht, um unfruchtbar zu werden.

ZUSAMMENFASSUNG:

Die Strahlung handelsüblicher Handys wird zwar als “unbedenklich” eingestuft, ist aber trotzdem hoch genug, um die Spermienzahl und -qualität zu reduzieren.

Das kann zur Unfruchtbarkeit beitragen.

Die aktuellen Studien deuten allerdings darauf hin, dass der Einfluss relativ gering ist. Ob das als alleinige Ursache für eine Unfruchtbarkeit ausreicht, ist derzeit noch unklar.

Beeinflusst dein Handy dein Testosteron?

So weit, so gut. Handystrahlung macht also nicht impotent, kann jedoch zur Unfruchtbarkeit beitragen. Aber wie sieht’s mit unserem heißgeliebten Testosteron aus?

Du darfst durchatmen:

  • In einer Studie an 20 Männern konnte kein negativer Zusammenhang zwischen Handystrahlung und dem Testosteronspiegel gemessen [10]
  • Eine Studie mit 24 Männern kommt zum gleichen Ergebnis. [11]

Aber jetzt wirds interessant:

  • In einer Studie an Ratten wurden drei verschiedene Strahlungsstärken getestet (1 GHz, 3 GHz und 6 GHz). Bei der Gruppe mit der geringsten Strahlung von 1 GHz kam es zu keinerlei Auswirkung auf das Testosteron. Bei den Gruppen mit 3 und 6 GHz waren die Testosteronwerte niedriger. Am tiefsten waren sie bei 6 GHz. [12]

Es deutet also darauf hin, dass höhere, nicht-ionisierende Strahlung tatsächlich den Testosteronspiegel senken kann. Normale Handystrahlung ist allerdings zu schwach.

Handystrahlung beeinflusst nicht Testosteronspiegel

Dazu muss gesagt werden, dass es sich hier um eine Tierstudie handelt. Sie ist daher nur begrenzt auf den Menschen übertragbar. Die Ergebnisse scheinen allerdings nachvollziehbar.

ZUSAMMENFASSUNG:

Laut aktuellen Studien ist die Handystrahlung zu schwach um Einfluss auf den Testosteronspiegel zu nehmen. Bei einer größeren Strahlenbelastung konnten in Tierversuchen negative Auswirkungen nachgewiesen werden.

Ist Handystrahlung gefährlich?

Handystrahlung wird neben Impotenz und Unfruchtbarkeit auch eine krebserregende Eigenschaft nachgesagt. Ist da was dran?

Hierzu will ich dir nur die größten Studien zeigen:

  • In einer dänischen Studie an über 400.000 Menschen wurde über 13 Jahre kein Zusammenhang zwischen gesundheitlichen Problemen und Handystrahlung festgestellt. [13]
  • Die World Health Organisation (WHO) untersuchte die Auswirkung von Handystrahlung über 13 Länder hinweg für mehr als 10 Jahre. Es wurde kein kausaler Zusammenhang zwischen Handystrahlung und der Gesundheit nachgewiesen werden. [14]
  • In einer Studie an mehreren Tausend Ratten wurde über 2 Jahre hinweg Handystrahlung für täglich 9 Stunden getestet. Es wurde eine (“vernachlässigbar”) geringe Zunahme an Krebs bei männlichen Ratten festgestellt. Paradoxerweise lebten die bestrahlten Ratten im Vergleich zur Test-Gruppe deutlich länger. [15]

Da vereinzelt Studien positive Korrelationen nachweisen konnten, wird Handystrahlung derzeit als “potenziell krebserregend” eingestuft. Genauso wie Dosen-Obst und Aloe Vera Salbe.

Handystrahlung ist krebserregend

Und dennoch können Langzeitfolgen über 30, 40 oder 50 Jahre stand heute nicht ausgeschlossen werden.

“The biggest problem we have is that we know most environmental factors take several decades of exposure before we really see the consequences.”
– Dr. Keith Black, Vorsitzender der Cedars-Sinai Neurologie in Los Angeles

Auf Deutsch: Das Problem ist, dass viele Umweltfaktoren oftmals mehrere Jahrzehnte brauchen, bis sich ihre negativen Konsequenzen zeigen.

ZUSAMMENFASSUNG:

Der gesundheitliche Aspekt von Handystrahlung ist sehr umfangreich und auch über mittelfristige Zeiträume untersucht.

Bisher konnte jedoch kein konstanter Zusammenhang zwischen der Strahlung und gesundheitlichen Beeinträchtigungen nachgewiesen werden.

5 Tipps gegen Handystrahlung

Ich weiß nicht wie es dir geht, aber ich bin grundsätzlich sehr skeptisch bei Studien, wenn ich weiß, dass Milliardenmärkte davon abhängig sind… wie beispielsweise die Handy- und Technologiebranche.

Die Vergangenheit hat schon zu oft gezeigt, wie mächtige Konzerne ihre finanziellen Möglichkeiten nutzen, um ihre eigenen “Studien” zu veröffentlichen.

Nicht umsonst konnte von der Tabakindustrie ganze 30 Jahre lang erfolgreich abgestritten werden, dass Rauchen zu Lungenkrebs führt. 30 ganze Jahre! Das ist pervers!

Aus diesem Grund möchte ich dir hier eine Liste an pragmatischen Tipps zur Vorbeugung eventuell negativer Auswirkungen von Handystrahlung geben:

#1 Halte dein Handy vom Körper fern

Am allerwichtigsten: Keine Hosentasche und keine Brusttasche benutzen! In der Nähe des Penis, des Herzens oder dem Gehirn ist es am ungünstigsten.

Handystrahlung vorbeugen

Hier bin ich persönlich mittlerweile sehr radikal. Entweder das Handy kommt gar nicht mehr in die Hosentasche oder nur im Flugzeugmodus. Punkt.

Du kannst es aber auch einfach auf den Tisch legen oder in der Tasche aufbewahren.

Zugegeben. Es ist weniger praktisch. Aber dafür wirst du auch weniger Zeit am Handy verbringen. Zumindest war das bei mir so.

#2 Vermeide Telefonieren am Ohr

Je weiter du das Handy vom Kopf entfernt hältst, desto besser. Bereits einzige Zentimeter sollen laut Strahlenforscher einen riesigen Unterschied machen.

Verdoppelst du den Abstand, so ist die Strahlung nur noch rund ein Viertel so hoch.

Deine Alternativen sind:

  • Freisprecheinrichtung im Auto
  • Headset (Bluetooth benutzt deutlich geringere Strahlung als das Handy)
  • Lautsprecherfunktion
  • Kopfhörer mit Kabel

Achja, gleiches gilt übrigens für deinen Laptop. Ihn auf den Schoß zu nehmen ist ebenso uncool.

#3 Achte auf die Verbindung beim Telefonieren

Halte das Handy erst ans Ohr, wenn die Verbindung aufgebaut wurde. Denn bis zu diesem Zeitpunkt sendet dein Handy mit voller Leistung Strahlung aus.

Zudem solltest du auf guten Empfang achten. Je schlechter der Empfang ist, desto mehr Strahlung muss dein Handy aussenden, um die Verbindung aufrecht zu halten.

#4 Werde Freund vom Flugmodus

Ich persönlich habe mir eine App heruntergeladen, die mir erlaubt, mittels eines Klicks auf dem Homescreen in den Flugzeugmodus zu schalten. Das reduziert die Strahlung auf null.

Ja, du kannst dein Handy auch so in den Flugzeugmodus schalten. Die 1-Klick-Variante finde ich allerdings praktischer.

Zudem habe ich bei mir selbst festgestellt, dass ich viel effektiver arbeite und deutlich bewusster meinen Tag lebe, ohne ständig einen Blick aufs Handy zu werfen. Das erhöht die Lebensqualität enorm.

Einfach nach “Flugzeugmodus Widget” suchen.

Insbesondere beim Schlafengehen solltest du vom Flugzeugmodus Gebrauch machen. Hier benutze ich ebenfalls eine App, die mein Handy automatisch von 23-7 Uhr in den Flugzeugmodus schält.

Handy in Flugzeugmodus

Aufgepasst! Auf Amazon findest du zahlreiche Aufkleber und Hüllen, die angeblich die Strahlung reduzieren sollen.

Es handelt sich dabei um einen Scam. Denn wenn sie wirklich die Strahlung absorbieren würden, dann würde dein Handy nicht mehr funktionieren. Benutze daher lieber den Flugmodus.

Interessanterweise wird selbst auf Wikipedia vor diesen Abzockern gewarnt.

#5 Werde ein Strahlungs-Pro

Tipps für diejenigen, die es wirklich wissen wollen:

  • Installiere eine Zeitschaltuhr für deinen Router

Der Router sendet genauso Strahlung aus wie dein Handy. In der Nacht zwischen 0-5 Uhr brauchst du in der Regel kein Internet. Warum also nicht eine Zeitschaltuhr benutzen?

Die gibts bereits für 3 € auf Amazon.

Zeitschaltuhr gegen Handystrahlung

Sie sorgt dafür, dass der Router vollkommen automatisch über Nacht ausgeschaltet wird. Mit den eingesparten Energiekosten sind die paar Euro binnen weniger Monate sogar wieder drin!

  • Achte beim Handykauf auf den SAR-Wert

Den Strahlenwert verschiedener Handys kannst du hier herausfinden. Je niedriger, desto besser.

Aber bitte nicht falsch verstehen. Nur weil einige iPhone Modelle eine höhere Strahlung als Handys von Samsung haben, musst du darauf nicht verzichten.

Ein Blick lohnt allerdings, um herauszufinden, ob es vergleichbare Modelle mit einer geringeren Strahlung gibt.

Beispiel:

  • Samsung Galaxy S10 E → SAR = 0,58 W/Kg
  • Samsung Galaxy S10 5g → SAR = 0,26 W/Kg

Soweit ich das als Laie einschätzen kann, gibt es funktionstechnisch zwischen den Modellen kaum einen Unterschied. Und dennoch setzt du dich gegebenenfalls einer doppelt so hohen Strahlung aus!

ZUSAMMENFASSUNG:

Um die Handystrahlung zu reduzieren, sollte das Handy weit weg vom Körper getragen und nicht ans Ohr gehalten werden. Zudem solltest du vom Flugzeugmodus Benutzung machen und erst nach Aufbau der Verbindung das Handy in die Nähe des Körpers bringen.

Zusammenfassung

Bei Handystrahlung handelt es sich um nicht-ionisierende Strahlung. Diese Strahlung hat nicht genügend Energie, um tiefgehende gesundheitlich Schädigungen herbeizuführen.

Studien konnten ebenfalls keinen Zusammenhang zwischen Handystrahlung und Impotenz feststellen. Auf die Fruchtbarkeit wirkt sich die Strahlung allerdings wohl minimal negativ aus.

Die Ursache ist hier vermutlich die durch die Strahlung verursachte Wärme.

Generell ist von Handystrahlung kein ernstes gesundheitliches Risiko zu erwarten. Buchstäblich tausende Untersuchungen kommen zu einem ähnlichen Ergebnis.

Die einzige Unbekannte bislang ist die Auswirkung von Handystrahlung über einen langen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten. Die Studien hierzu laufen aktuell noch.

Bis zum Ergebnis rate ich dennoch Handystrahlung ernst zu nehmen und im Alltag positive Gewohnheiten aufzubauen.

Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt:

Chris Corsen

Hi, ich bin Chris. Mit Mitte 20 hatte ich für ganze 2 Jahre mit Potenzproblemen und einem niedrigen Testosteron zu kämpfen... bis ich nach unzähligen Arzt-besuchen und Selbstexperimenten endlich herausfand, was wirklich hilft. Hier teile ich alles, was ich gelernt habe. Lies mehr.

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